HC Thurgau unterliegt Visp klar

Die NLB-Eishockeyaner des HC Thurgau unterlagen dem EHC Visp deutlich mit 2:7. Bis zur zweiten Drittelspause waren die «Löwen» auf Kurs. Das letzte Drittel verpatzte der HCT jedoch mit fünf Gegentoren gehörig.

Annalena Aerni
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HC-Thurgau-Goalie Sandro Zurkirchen (39) und Ronny Keller (23) wehren sich gemeinsam gegen Visp-Topskorer Alexandre Tremblay. (Bild: Mario Gaccioli)

HC-Thurgau-Goalie Sandro Zurkirchen (39) und Ronny Keller (23) wehren sich gemeinsam gegen Visp-Topskorer Alexandre Tremblay. (Bild: Mario Gaccioli)

EISHOCKEY. Der HC Thurgau startete voller Energie in das Spiel gegen den EHC Visp. Es gelang der Heimmannschaft gleich, sich einige Torchancen zu erarbeiten. Besonders erwähnenswert war der erste Sturmblock der Thurgauer. Charpentier, Müller und Dietrich kreierten von Minute zu Minute neue Möglichkeiten, den Visper Torwart Zerzuben unter Druck zu setzen – nur das erwartete 1:0 wollte nicht fallen. Erst in der 21. Minute fiel das erste Tor, jedoch für die Gäste. Triulzi schoss das 0:1. Topskorer Tremblay folgte mit dem 0:2.

Innerhalb von fünf Minuten war der HCT im Hintertreffen. Das liessen die Thurgauer nicht auf sich sitzen. Neuzugang Büsser brachte den HCT zurück ins Spiel. Auch Topskorer Küng setzte sich mit dem 2:2-Ausgleichstreffer für seine Mannschaft ein. Die Mannschaft von Headcoach Alex Stein hatte sich zurückgekämpft. Soweit schien die HC-Thurgau-Hockeywelt wieder in Ordnung zu sein.

Tragisches letztes Drittel

Der Heimmannschaft war es vergönnt, insgesamt 20 Minuten in Überzahl zu spielen. Trotzdem blieb es bis zum Start des letzten Drittels beim 2:2. Das sollten die Thurgauer noch bereuen, denn nun ging das Walliser Drittel los. Triulzi, Forget, Furrer, Schüpbach und Tremblay erzielten insgesamt fünf Tore für ihre Mannschaft. Furrer erhielt sogar die Möglichkeit einen Penalty ganz alleine auf Torwart Zurkirchen zu schiessen, den er versenkte. «Das Kartenhaus brach zusammen», fasst Captain Ronny Keller das Spiel oder respektive das letzte Drittel kurz zusammen. «Fünf Gegentore in einem Drittel, das darf und kann nicht sein. Wir müssen kaltblütiger agieren.»

Neue Chance gegen Langenthal

Bereits heute erhalten die Thurgauer die Möglichkeit, ihre Kaltblütigkeit im Auswärtsspiel gegen Langenthal zu zeigen. Derweil hat der heutige Gegner einen neuen Spieler verpflichtet. Marc Grieder, der beim NLA-Club Biel unter Vertrag steht, hat bereits im letzten Jahr die erste Phase der Saison mit Langenthal bestritten. Der routinierte Verteidiger spielte gestern gegen Olten und wird auch heute in der Partie gegen den HC Thurgau mit der Rückennummer 93 des SCL auflaufen.

Auch der HC Thurgau hat sein Kader weiter verstärkt. Die «Löwen» verpflichteten den 20jährigen Offensivspieler Enzo Corvi vom HC Davos mit einer B-Lizenz. Der Center wird bereits heute zum Einsatz kommen.