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Unvergessliche Tage für Mountainbikerin Ramona Forchini: Sieg im Trikot der Weltmeisterin

Erstmals ist die 26-jährige Toggenburgerin in einen Rennen im Trikot der Weltmeisterin unterwegs. Zum dritten Mal gewinnt Ramona Forchini in Spanien das Mediterranean Epic, das über vier anforderungsreiche Etappen führte.

Daniel Good
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Bild: PD

Ramona Forchini hatte einige Tücken zu überstehen, ehe sie am Ende des vierten und letzten Teilstücks ihrer Freude freien Lauf lassen konnte. Im Ziel sagte sie:

«Vier unvergessliche Tage neigen sich dem Ende zu.»
Marathon-Weltmeisterin Ramona Forchini

Marathon-Weltmeisterin Ramona Forchini

Bild: PD

In der zweiten Etappe stürzte Forchini in einer Abfahrt und fiel ins Hintertreffen. Mit reichlich Kraftaufwand holte sie auf, kam wieder fast in die Spitze - und wurde 13 Kilometer vor dem Ziel Opfer eines Defekts. Mit viel Herz und Leidenschaft hielt sie den Schaden zeitlich im Rahmen und rettete sich noch auf den dritten Platz.

Entscheidung in der Königsetappe

Tags darauf kehrte Forchini die Meisterin hervor. Die Marathon-Weltmeisterin aus Wattwil gewann die Königsetappe über 93 Kilometer und eroberte den ersten Platz im Zwischenklassement. Im finalen Teilstück verteidigte die U23-Weltmeisterin von 2015 die Gesamtführung mit Erfolg.

Forchini wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und entschied das Mediterranean Epic nach turbulenten Tagen schon zum dritten Mal für sich. In der Marathon-Weltrangliste wird sie einen grossen Sprung nach vorne machen und wohl die Führung übernehmen.

Für eine Teilnahme an den Olympischen Spielen im Sommer in Tokio wird es Forchini aber kaum reichen. Zu stark ist die verbandsinterne Konkurrenz in der Schweiz.

Auf einem neuen Velo

Seit dieser Saison ist Forchini mit einem neuen Mountainbike unterwegs. Erst am 22. Februar sass sie zum ersten Mal auf dem neuen Modell aus Tschechien. «Es braucht natürlich schon eine gewisse Anlaufzeit, bis ich mich ans neue Bike gewöhnt habe», sagt Forchini.

Dazu hatte sie am Mediterranean Epic reichlich Gelegenheit. Insgesamt sass sie während der vier Etappen zehn Stunden und eine Minute im Sattel.