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Hartes Brot für den König

Das Comeback von Matthias Sempach verläuft nicht nach Wunsch. Der Schwingerkönig von 2013 gewinnt nur zwei Gänge und muss ohne Kranz nach Hause.
Claudio Zanini
Kommt auch im fünften Gang gegen den Luzerner Werner Suppiger (rechts) in Bedrängnis: Matthias Sempach (links). (Bild: Philipp Schmidli Ruswil, 1. Juli 2018)

Kommt auch im fünften Gang gegen den Luzerner Werner Suppiger (rechts) in Bedrängnis: Matthias Sempach (links). (Bild: Philipp Schmidli Ruswil, 1. Juli 2018)

Könige sind grundsätzlich die Gejagten. Das weiss Matthias Sempach (32) bestens, trägt er doch den Titel bereits seit fünf Jahren. Die Gegner sind motivierter, denn sie wollen am Thron rütteln, die Aufgaben im Sägemehl werden dadurch aufwendiger. Sempach, eben erst von einer knapp zweimonatigen Verletzungspause zurückgekehrt, hatte zu beissen. Im Anschwingen traf er auf Joel Wicki, den er jüngst als «eine grosse Bereicherung» für den Schwingsport bezeichnete. Und Wicki zeigte, warum er eine Bereicherung ist und bezwang den König im Bodenkampf. Normalerweise, sagte Sempach nach dem Duell, käme er aus solchen Situationen am Boden wieder heraus. Man konnte es als ein nächstes Lob an den Entlebucher verstehen. Denn momentan hat selbst einer vom Format eines Matthias Sempach wenig Argumente am Boden gegen den formstarken Wicki.

Sempach konnte die fehlende Wettkampfpraxis nicht kaschieren. Die Sicherheit war nach dem Bandscheiben-Vorfall nicht zurück, einen fitten Eindruck machte er nicht. Im zweiten Gang reichte es noch zu einem Sieg gegen Ralf Schelbert, im dritten Gang mühte er sich mit Alex Schuler ab und kam zu einem Unentschieden.

Joel Wicki (unten) gegen Christian Stucki im Schlussgang. (Bild: Philipp Schmidli)
Joel Wicki (rechts) gegen Christian Stucki im Schlussgang. (Bild: Philipp Schmidli)
Joel Wicki (unten) gegen Christian Stucki im Schlussgang. (Bild: Philipp Schmidli)
Christian Schuler (rechts) gegen Stefan Arnold im 5. Gang. (Bild: Philipp Schmidli)
Joel Wicki (links) und Christian Stucki bejubeln nach dem Schlussgang den Festsieg. (Bild: Philipp Schmidli)
Christian Schuler, Joel Wicki und Christian Stucki (von links) freuen sich über den Festsieg. (Bild: Philipp Schmidli)
Christian Stucki bedankt sich beim Publikum. (Alexandra Wey/Keystone)
Die Schwingarena in Ruswil. (Alexandra Wey/Keystone)
Volle Tribünen in der Schwingarena. (Alexandra Wey/Keystone)
Matthias Sempach (links) gegen Christian Bucher im 6. Gang. (Bild: Philipp Schmidli)
Sven Schurtenberger (oben) gegen Alex Schuler im 6. Gang. (Bild: Philipp Schmidli)
Die Zwilchhosen «warten» auf ihren Einsatz.
(KEYSTONE/Alexandra Wey)
Andreas Ulrich (links) gegen Benji von Ah. (Bild: Philipp Schmidli)
Christian Schuler (oben) gegen Erich Fankhauser im 6. Gang. (Bild: Philipp Schmidli)
Benji von Ah hält sich die Hand vors Gesicht. (Bild: Alexandra Wey/Keystone)
Matthias Sempach (links) gegen Werner Suppiger im 5. Gang. (Bild: Philipp Schmidli)
Joel Wicki jubelt nach seinem Sieg im 4. Gang. (Bild: Philipp Schmidli)
Christian Stucki mit einer blutenden Wunde auf der Stirn. (Bild: Philipp Schmidli)
Andi Imhof (rechts) jubelt nach dem Sieg gegen Adrian Wetzstein im 6. Gang. (Bild: Philipp Schmidli)
Christian Stucki (oben) gegen Reto Noetzli im 4. Gang. (Bild: Philipp Schmidli)
Matthias Sempach konnte mit den Besten nicht ganz mithalten. (Bild: Alexandra Wey/Keystone)
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Innerschweizerisches Schwingfest Ruswil

Auch Bruno Gisler ohne Auszeichnung

Nach der Mittagspause landete Sempach einen Pflichtsieg gegen Michael Briker, was ihm aber nicht den erhofften Schub verlieh, wie sich im fünften Gang erwies. Gegen den unbequemen Luzerner Turnerschwinger Werner Suppiger musste er einen weiteren Gestellten hinnehmen, gegen Christian Bucher zum Abschluss nochmals. Mit nur zwei Siegen verpasste er den Kranzgewinn schliesslich um Längen.

Sempach war dabei nicht der einzige hochkarätige Gast, der scheiterte: Auch Bruno Gisler, der 2013 in Emmen am Innerschweizerischen triumphierte, ging ohne Eichenlaub nach Hause. Der Nordwestschweizer musste drei Niederlagen einstecken. Von den zwölf angetretenen Gästen holten nur deren drei den Kranz. Nebst den Bernern Christian Stucki und Florian Gnägi schaffte es auch der Thurgauer Mario Schneider.

Auf Innerschweizer Seite nahm der Tag für den Obwaldner Benji von Ah eine dramatische Wendung. Der Giswiler hielt lange mit der Spitze mit, die ersten vier Gänge gewann er alle. Mit zwei Niederlagen gegen Joel Wicki und Andreas Ulrich fiel er wegen einem Viertelpunkt hinter die Kranzränge. Von Ah hatte es nach dem ersten Gang in der Rippengegend gezwickt, den Wettkampf führte er dennoch fort.

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