Hart erkämpfte Punkte für den HSC Kreuzlingen

HANDBALL. In einem spannenden Thurgauer 1.-Liga-Derby bezwang der HSC Kreuzlingen den SC Frauenfeld vor 350 Zuschauern mit 33:30.

Markus Rutishauser
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HANDBALL. In einem spannenden Thurgauer 1.-Liga-Derby bezwang der HSC Kreuzlingen den SC Frauenfeld vor 350 Zuschauern mit 33:30. «Gewonnen ist gewonnen», dürfte sich Kreuzlingens Trainer Andy Dittert nach dem Schlusspfiff gesagt haben, obschon die Leistung seiner Mannschaft nur phasenweise jenes Niveau erreicht hat, das er von ihr abverlangt. Ausschlaggebend für den Heimsieg war die grössere Breite des Kaders und die bessere Torhüterleistung. Während die Hafenstädter zum Spitzentrio mit jeweils 8:2 Punkten zählen, kann Frauenfeld mit seinem Saisonstart (4:6 Punkte) nicht zufrieden sein.

Fehleranfälliger SC Frauenfeld

Mit der Startviertelstunde durfte Trainer Dittert durchaus zufrieden sein. Seine Mannschaft dominierte die fehleranfälligen Gäste mehrheitlich und zog nach dem 3:3 (8.) bis auf 8:4 weg. Nach einem ersten Time-out schien Frauenfeld den roten Faden gefunden zu haben. Angeführt von seinen ehemaligen Nationalliga-Spielern Oliver Schoof, Flavio Müller und Mulele Kipili trugen sie den Rückstand innerhalb von nur sieben Minuten zum 9:9 ab. Dass Kreuzlingen trotzdem mit einer 16:14-Führung in die Pause gehen konnte, lag primär daran, dass sie in den Spezialsituationen abgeklärter agierten.

Zwei Unterzahl-Tore

Nach der Pause sorgten Schoof und Kipili mit zwei Unterzahl-Toren dafür, dass sich Kreuzlingen nicht absetzen konnte. Zwar lagen die Frauenfelder mehrheitlich zurück, doch als ihnen Mitte der zweiten Halbzeit zweimal der Führungstreffer gelang, hätte die Partie auch kippen können. Mit zwei Strafen brachte sich Frauenfeld aber gleich wieder selbst um die Früchte der Anstrengungen. Der HSCK legte wieder auf 28:25 (52.) vor, wobei Neuzugang Gergö Fazekas zwei herrliche Treffer gelangen. In den Schlussminuten liess das Dittert-Team nichts mehr anbrennen und rettete sich über den Zielstrich. Bei Kreuzlingen zeichneten sich Aussenspieler Jonas Heim (7) sowie Milan Kozak und Kreisläufer Patrick Gyuris (je 6) als erfolgreichste Werfer aus, bei Frauenfeld waren es Liga-Topskorer Oliver Schoof (8) sowie Mulele Kipili und Marcel Müller (je 6).