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Haris Seferovic, der Sternenfänger

Was waren das für Haris Seferovic sinnbildhafte Tage als Fussballer. Ein Auf und Ab – mit einem ausgesprochenen Happy-End.
Christian Brägger
Haris Seferovic jubelt in Genf nach seinem 1:0. (Bild: Urs Lindt/Freshfocus)

Haris Seferovic jubelt in Genf nach seinem 1:0. (Bild: Urs Lindt/Freshfocus)

Am Montag vor einer Woche rückt der Stürmer zur Nationalmannschaft ein, wird auf Verbandsseite am Abend vom Publikum zum Schweizer Fussballer des Jahres gewählt. Wow, denkt er, und fühlt Genugtuung. Fünf Tage später kommt der Rückschlag in Dänemark, Seferovic strahlt wieder einmal kaum Torgefahr aus, fällt dafür mit einem grossen Laufpensum auf. Enttäuscht ist er, schreitet still und leise an der Presse vorbei und denkt: Gut, ist in knapp 72 Stunden wieder ein Spiel, nehmen wir das Positive mit.

Dann, drei Tage später, ist er wieder da – und kommt seiner Bestimmung nach: Wie Seferovic das wegweisende 1:0 gegen die Iren erzielt, ist schlicht: grossartig. Das Tor umweht den Hauch von Weltklasse, was Seferovic natürlich nicht ist. Doch an guten Tagen kann der U17-Weltmeister ein guter Stürmer sein, an sehr guten fängt er die Sterne vom Himmel, schiesst seinen Club Benfica zum Meistertitel – und die Schweiz zurück ins EM-Rennen. Dann redet Seferovic auch in der Öffentlichkeit, obwohl er das eigentlich überhaupt nicht mag, weil es einfach nicht sein Ding ist. Oft beginnt der 27-Jährige dann vor lauter Nervosität zu schwitzen, doch diesmal bleibt er cool.

«Vielleicht liegen mir die Spiele, in denen ich unter Druck stehe. Aber ob ich unter Druck jedoch am besten bin, weiss ich nicht. Jetzt geht es mit uns jedenfalls wieder bergauf.»

Nachbrut will nicht gedeihen

Vladimir Petkovic sieht Seferovics Qualitäten, der rackert, Räume aufreisst, und ab und zu auch einmal ein Tor schiesst; 17 in 59 Länderspielen sind es inzwischen. Der Nationaltrainer setzt in sehr vielen Fällen auf seinen Stürmer, weiss, was er an ihm hat. Was bleibt ihm auch anderes übrig, wenn die Nachbrut mit Breel Embolo oder Albian Ajeti nicht wirklich gedeihen will wie angedacht.

Seferovic flog am Mittwoch heim nach Lissabon, dort warten die Frau und die etwas mehr als einen Monat alte Tochter. Der Liga-Alltag ruft, am Freitag spielt Benfica im Cup. Seferovic weiss noch nicht, ob er dann zum Einsatz kommt, vielleicht wird er geschont. Petkovic weiss mit Bestimmtheit, dass er Seferovic gegen Georgien und Gibraltar im November bringen wird; sie wollen gemeinsam an der EM ja noch Sterne einsammeln.

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