Handballerin Malin Altherr: Erst 17-jährig - und schon Topskorerin in der NLA

Eine grosse Karriere ist programmiert: Bleibt Malin Altherr vom LC Brühl von Verletzungen verschont, wird die Linkshänderin aus Muolen bald in einer grossen Liga spielen.

Daniel Good
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Malin Altherr (am Ball) im Supercup gegen die Spono Eagles. Im bislang wichtigsten Spiel in dieser Saison traf sie neunmal für den LC Brühl.

Malin Altherr (am Ball) im Supercup gegen die Spono Eagles. Im bislang wichtigsten Spiel in dieser Saison traf sie neunmal für den LC Brühl.

Bild: Marc Schumacher / Freshfocus

Schon als 15-Jährige erhielt Malin Altherr ein Angebot aus der Bundesliga. Das war natürlich zu früh für die Schülerin. Die Ausbildung hat Vorrang.

Im Sport ist Altherr so gut, dass sie bereits als 15-Jährige erstmals für das Schweizer Nationalteam auflief - und gleich drei Tore erzielte.

Regelmässig im Nationalteam

Das war am 30. November 2018 gegen Litauen. Geboren ist Altherr am 14. Februar 2003.

Im Nationalteam kommt Altherr mittlerweile regelmässig zum Zug. Zuletzt Anfang Oktober, als sie in einem Testspiel der Schweizerinnen gegen den Bundesligaklub Metzingen wieder dreimal traf. Die Schweiz gewann 29:24.

Die Brühlerinnen Tabea Schmid, Malin Altherr und Katarina Simova (von links) vor den Olympischen Jugendspielen im vergangenen Jahr.

Die Brühlerinnen Tabea Schmid, Malin Altherr und Katarina Simova (von links) vor den Olympischen Jugendspielen im vergangenen Jahr.

Bild: Ralph Ribi

Mit dabei im Schweizer A-Nationalteam war auch Altherrs Brühler Klubkollegin Tabea Schmid, mit der Altherr im Sommer 2019 an den Olympischen Jugendspielen in Aserbaidschan teilnahm. Für die Schweizer U18-Auswahl bestritt Altherr gemäss Angaben der Verbandswebsite handball.ch 75 Partien.

Weltweit die beste Spielerin mit Jahrgang 2003

Experten hielten Altherr auch schon für eine der besten Spielerinnen mit Jahrgang 2003. Weltweit. Bereits vor zwei Jahren streckte der Bundesligaklub Metzingen die Fühler nach der St. Gallerin aus.

Malin Altherr mit dem LC Brühl 2018 am Stadtwerkcup gegen Iuventa Michalovce aus der Slowakei im Einsatz.

Malin Altherr mit dem LC Brühl 2018 am Stadtwerkcup gegen Iuventa Michalovce aus der Slowakei im Einsatz.

Bild: Michel Canonica

In der NLA war Altherr in dieser Saison 34-mal erfolgreich und ist damit die beste Torschützin in der höchsten Schweizer Liga. Am Wochenende versenkte sie gegen GC Amicitia Zürich sechs Bälle. Brühl gewann 34:23 und ist Leader.

2019 wurde Altherr mit den St. Gallerinnen Schweizer Meister. Die vergangene Saison wurde wegen der Coronapandemie abgebrochen - mit Brühl unangefochten auf Platz eins.

Im Gespräch mit tagblatt.ch sagte Altherr zu ihren Zukunftsplänen: «Ich habe mit Brühl noch einen Vertrag bis 2021. Ich will sicher die Schule fertig machen. Was danach geschieht, darüber weiss ich noch nichts Genaues. Ich will mich zunächst in der Schweiz weiterentwickeln.» Und weiter sagt Altherr:

«Ob mein Weg dann ins Ausland führt oder nicht, weiss ich noch nicht.»

Das war im Dezember 2019, als sich die NLB-Equipe Brühls mit Altherr als bester Torschützin für den Schweizer Cupfinal qualifizierte. Das Endspiel fiel dann allerdings dem Coronavirus zum Opfer.