HANDBALL: Zur Pause an Sensation geschnuppert

Obschon am Ende ein Punktgewinn ausser Reichweite bleibt, zeigen Kreuzlingens NLA-Frauen beim 23:30 gegen Spono Nottwil eine starke erste Halbzeit.

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Spono Nottwil reiste als verlustpunktloser Leader an den Bodensee und blieb am Ende auch unversehrt. Dass die Luzernerinnen, die am Wochenende in der Türkei im Europacup antreten werden, aber 40 Minuten lang hart gefordert werden, konnte so nicht erwartet werden. Die Kreuzlingerinnen zeigten insbesondere in der ersten Halbzeit eine ausgezeichnete Leistung. Die Equipe von Trainerin Kristina Ertl lag zeitweise mit bis zu vier Treffern vorne. Aus einem starken Kollektiv ragten dabei Torfrau Adriane Hajduk im defensiven Bereich sowie Topskorerin Martina Strmsek und Kreisläuferin Jennifer Grathwohl im offensiven Bereich heraus. In erster Linie war es aber die engagierte Teamleistung, die zur überraschenden 14:13-Pausenführung gegen den haushohen Favoriten führte.

Die vom ehemaligen Nationaltrainer der Männer, Urs Mühlethaler, gecoachten Gäste steigerten nach dem Seitenwechsel das Tempo und den Druck, aber der HSCK blieb bis zum 17:19 in der 40. Minute dran. Angeführt von der slowenischen Internationalen Neli Irman und der Bosnierin Ivana Ljubas nützte das zusätzlich mit vier Schweizer Nationalspielerinnen besetzte Spono ein Nachlassen der Gastgeberinnen dann aber konsequent aus und legte mit dem 24:19 (46.) die Basis zum achten Sieg im achten Meisterschaftsspiel. Zu Beginn der Schlussphase verpasste es Kreuzlingen bei 21:25 mit einer zu hohen Fehlerquote, vielleicht doch nochmals Pfeffer zu streuen. Stattdessen machten Ljubas und zweimal Irman innerhalb von knapp drei Minuten alles klar – 28:21. Den körperlich unterlegenen Thurgauerinnen fehlte in der zweiten Halbzeit auch die Kraft, um den Favoriten ernsthaft in Bedrängnis bringen zu können.

Trotz der Niederlage bleibt der HSC Kreuzlingen auf dem fünften Platz der NLA. Auch gegen den Titelfavoriten bewies das Team von Kristina Ertl, dass es einen markanten Schritt vorwärts gemacht hat.

Markus Rutishauser