Handball
St.Otmars Defensive muss sich gegen Wacker Thun steigern – Trainer Cordas: «Wir sind rückfällig geworden.»

Der Auftakt ins neue Jahr ist den St.Galler NLA-Handballern gründlich misslungen. In Thun müssen sie am Sonntag in der Deckung zulegen, um eine Chance auf den Sieg zu haben.

Ives Bruggmann
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Seltenes Bild: St.Otmars Defensive stoppt einen Aargauer Angreifer.

Seltenes Bild: St.Otmars Defensive stoppt einen Aargauer Angreifer.

Ralph Ribi

39 Gegentore kassierte St.Otmar im ersten Spiel nach der Winterpause gegen Suhr Aarau. So viele wie noch nie in dieser Saison. Durch die 32:39-Heimniederlage erlitten die St.Galler einen Dämpfer im Kampf um den angestrebten Platz vier. Nicht nur das, die nachlässige Arbeit in der Defensive wirft Fragen auf. Trainer Zoltan Cordas sagt:

«Wir sind rückfällig geworden. Das sah teilweise wie vor zwei Jahren aus: sehr passiv.»

In der bisherigen Saison hatte sich die St.Galler Defensive eigentlich gesteigert gegenüber den vergangenen Jahren. Die Deckungsleistung gegen Suhr Aarau war deshalb ein Rückschlag. «Ohne Zweikämpfe zu gewinnen, wird es schwierig», sagt Cordas. Da spiele auch das System nur eine untergeordnete Rolle.

Zweites Time-out in der 17. Minute

Der Trainer versuchte schon früh in der Partie, auf seine Spieler einzuwirken. Bereits in der 17. Minute nahm Cordas das zweite Time-out. Doch die Reaktion blieb aus. Da nützte auch die ordentliche Leistung in der Offensive nichts.

Vor der WM-Pause überzeugte St.Otmar sowohl vorne als auch hinten und etablierte sich in der Spitzengruppe der NLA. «Das Paket hat gestimmt. Da müssen wir wieder hinkommen», sagt Cordas.

Kaiser und Wüstner fehlen

In der Thuner Lachenhalle muss St.Otmar am Sonntag um 16 Uhr auf Severin Kaiser und Frédéric Wüstner verzichten. Doch auch ohne die beiden Leistungsträger dürften die St.Galler eine Reaktion zeigen wollen - vor allem in der Deckung.