St.Otmars Handballer verlieren gegen Bern: Die Bestätigung verpasst

St.Otmar unterliegt in der Handball-NLA beim Tabellensiebten BSV Bern 28:29.

Fritz Bischoff aus Gümligen
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St.Otmars Topskorer Andrija Pendic (Mitte) erzielte gegen Bern sieben Treffer.

St.Otmars Topskorer Andrija Pendic (Mitte) erzielte gegen Bern sieben Treffer.

Bild: Urs Bucher

St.Otmars NLA-Handballer haben mit dem 28:29 gegen den BSV Bern gestern Abend ihren 27:24-Sieg vom vergangenen Sonntag gegen Pfadi Winterthur nicht bestätigt und damit im sechsten Spiel des Jahres ihre dritte Niederlage bezogen.

Nach einem ausgeglichenen Auftakt in die Partie mit dem 8:7 für die Gäste nach einer Viertelstunde, brachte sich St.Otmar mit einem eigentlichen Leistungstief selbst in Schwierigkeiten. Innerhalb von nur sechs Minuten machte der BSV Bern aus seinem 7:8-Rückstand eine komfortable 13:8-Führung. In dieser Phase wirkten die Gastgeber in ihrer Verteidigungsarbeit unvermittelt offensiver und aggressiver. Sich darauf einzustellen bereitete den St.Gallern einige Probleme. Dies manifestierte sich in einer durchzogenen Chancenauswertung und sich häufenden Fehlern. Wohl stabilisierte sich die Leistung der Gäste gegen das Ende der ersten Halbzeit, doch entsprach der 17:14-Vorsprung des Heimteams dem Leistungsniveau der ersten 30 Spielminuten.

Zweitorevorsprung wieder aus der Hand gegeben

Beim 18:18 stand die Partie erstmals wieder unentschieden. Nach dem 24:24 kam Bern immer mehr ins Zittern und sah sich schon bald mit zwei Treffern und 24:26 im Rückstand. St.Otmar schien die Partie in seine Bahnen lenken zu können. Die Defensive mit einem starken Torhüter Jonas Kindler im Rücken stand gut und im Angriff wurden gute Chance herausgespielt. Doch plötzlich konnte dies nicht mehr in Tore umgesetzt werden. Aufgelegte Möglichkeiten wurden nicht mehr genutzt. Dies gab den Gastgebern wieder Zuversicht und Auftrieb. Vom Publikum angetrieben glichen sie beim 26:26 wieder aus und übernahmen beim 28:27 die Führung.

Diese glich St.Otmar nochmals aus, doch drei Sekunden vor der Schlusssirene glückte den Berner doch noch der Siegtreffer zum 29:28. Dies, nachdem kurz zuvor Spielertrainer Bo Spellerberg allein vor dem gegnerischen Goalie Edin Tatar gescheitert war. Niedergeschlagen und ungläubig, mit leeren Blicken auf die Resultatanzeige starrend, standen die St.Galler Spieler da, während die Berner ihren Freudentanz aufführten.

Dass St.Otmar die Gründe für die Niederlage bei sich zu suchen hatte, wurde bald klar. «Wir haben unsere Chancen sehr gut herausgespielt, doch diese nicht verwerten können», analysierte Coach Andy Dittert.

Leistungstief kostete wertvolle Energie

Captain Jonas Kindler stellte selbstkritisch fest. «Einen Punkt hätten wir verdient, ein Sieg wäre wohl fast zu viel gewesen. Eigentlich hätten wir die Partie in der ersten Halbzeit in unsere Richtung führen müssen. Dann wäre die Schlussphase nicht mehr entscheidend gewesen.» In der Tat war das Leistungstief zwischen der 14. und 20. Minute eine Phase, die später wohl zu viel Energie absorbierte, um die Überlegenheit Mitte der zweiten Halbzeit bis zum Ende durchziehen zu können.