Handball
St.Otmar reist als Aussenseiter zu Wacker Thun

St.Otmar hofft immer noch auf einen Platz in den Top vier, damit es in den Playoffs Heimrecht hat. Dafür müsste im Berner Oberland für die St.Galler Handballer wohl ein Sieg her. Favorit ist aber der Gegner.

Christian Brägger
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Andrija Pendic will nun gegen ein Topteam punkten.

Andrija Pendic will nun gegen ein Topteam punkten.

Bild: PD

Noch vier Partien hat St.Otmar in der regulären Saison bis zum 8.April zu absolvieren, der eine verschobene Match gegen die Kadetten findet bekanntlich ja nicht mehr statt. Weswegen für die Tabelle der Punkteschnitt pro Spiel zählt. Um diesen Quotienten nach 22 Auftritten mit 22 Punkten (macht exakt 1,0) zu verbessern, treten die St.Galler am Mittwochabend ab 19.30 Uhr in der Lachenhalle bei Wacker Thun an. Die bisherigen zwei Aufeinandertreffen waren knapp und mit der Ausbeute von einem Zähler im Bereich der Erwartungen.

Auch jetzt sind die Berner Oberländer nicht nur als Tabellendritte und Heimteam der Favorit, die Bilanz mit sieben Punkten aus den letzten vier Liga-Begegnungen spricht ebenfalls für sie. Und dann ist ja noch der jüngste blamable Auftritt der Mannschaft von Zoltan Cordas präsent: Vor der Nationalmannschaftspause schaffte es St.Otmar nicht, gegen den RTV Basel vor heimischem Publikum zu gewinnen – notabene Zweitletzter der Liga, mit nur noch theoretischen Chancen für die Viertelfinal-Playoffs.

Pendic wählte markige Worte

Im Nachgang jener Niederlage sind die markigen Worte von Andrija Pendic, dem zweitbesten Skorer der St.Galler, noch präsent. Es sei der Wurm drin, irgendwie, sagte er damals. Und:

«So ein Spiel müssen wir einfach gewinnen.»

Aber der Rückraumspieler, der St.Otmar eine so wichtige Stütze sein kann, sagte auch: «Nun müssen wir diese Punkte halt gegen ein Topteam zurückholen.» Gegen ein Topteam wie Wacker Thun.

Das Schlussprogramm hält für die St.Galler danach mit GC Amicitia, Pfadi Winterthur und den Kadetten aus Schaffhausen lauter happige Spiele parat. Folglich dürfte es ziemlich schwierig werden, sich noch mit einem Heimspiel-Vorteil in eine gute Ausgangslage zum Beginn der Playoffs zu bringen. Dazu wäre Rang vier nötig, was angesichts der Verletzungsmisere als Husarenstück bezeichnet werden müsste. Doch wie heisst es so schön? Jedes Partie muss zuerst gespielt sein und beginnt bei 0:0. Und dass die Ostschweizer vor ihnen klassierte Teams besiegen können, haben sie gegen Suhr Aarau und GC Amicitia schon bewiesen.