St.Otmar geht mit Selbstvertrauen in den Endspurt: Auf dem Spiel steht Platz vier

Die St.Galler NLA-Handballer gastieren im fünftletzten Hauptrundenspiel am Donnerstag um 19.45 Uhr beim BSV Bern.

Ives Bruggmann
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Severin Kaiser und St.Otmar sind zu Gast in Bern.

Severin Kaiser und St.Otmar sind zu Gast in Bern.

Ralph Ribi

Das ausgerufene Minimalziel St.Otmars in der NLA-Hauptrunde ist Platz vier. Dieser Schlussrang ist deshalb so wertvoll, weil er in der ersten Playoffrunde ein Heimspiel mehr garantiert. «Wir spielen die entscheidende Partie in einer Viertelfinalserie lieber vor heimischem Publikum», sagt Goalie Aurel Bringolf.

Die St.Galler belegen aktuell ebendiesen vierten Platz. Durch den Sieg gegen Pfadi Winterthur am vergangenen Sonntag hat sich St.Otmar ein Polster von drei Punkten auf die Verfolger Wacker Thun und Suhr Aarau erspielt. Mit fünf Punkten Rückstand auf die St.Galler folgt Gegner Bern auf Rang sieben. Ein Nachlassen kommt wegen des Vorsprungs für Bringolf nicht in Frage, vor allem im Hinblick auf das Playoff. «Die Form stimmt. Wir wollen und müssen jetzt dranbleiben.»

Die Abwehr hat sich gesteigert

Das Spiel gegen Pfadi Winterthur hat gezeigt, dass sich St.Otmar in dieser Verfassung vor keiner Mannschaft in der Liga fürchten muss. In der Abwehr hat die Mannschaft von Spielertrainer Bo Spellerberg im Vergleich zum ersten Teil der Saison einen sichtbaren Schritt nach vorne gemacht und die Offensive ist ohnehin ihr Prunkstück.

St.Otmar und Pfadi Winterthur erheben Einspruch

Im NLA-Spitzenspiel vom Freitag zwischen Kriens-Luzern und den Kadetten Schaffhausen (24:24) ist ein ungewöhnlicher Fehler passiert, der nun die Disziplinarkommission beschäftigt. Der Treffer zum 16:13 der Kadetten in der 36. Minute wurde nicht gezählt, wie mittels Video nachträglich belegt werden konnte. Der Delegierte übernahm die Verantwortung für den Fehler und entschuldigte sich nach der Partie bei den Beteiligten. Zu Einsprachen kam es dennoch, allerdings nicht von den Kadetten, sondern von St.Otmar und Pfadi Winterthur, die in der Tabelle nach 22 Runden die ersten Verfolger des zweitplatzierten Kriens-Luzern sind. Obwohl sie nicht an der Partie beteiligt waren, dürfen die beiden Vereine gegen das Resultat protestieren, weil sie davon in der Tabelle betroffen sind. Mit einem Entscheid der zuständigen Disziplinarkommission Leistungssport wird in der nächsten Woche gerechnet, erklärte der Verband auf Anfrage. Die Vereine haben dann die Möglichkeit, den Fall ans Verbandssportgericht weiterzuziehen. (sda)

Die beiden ersten Partien in dieser Saison zwischen St.Otmar und Bern gewann jeweils das Auswärtsteam. Im ersten Spiel war der St.Galler Dominik Jurilj mit neun Treffern aus ebensovielen Versuchen der auffälligste Mann. Im Heimspiel dagegen tat sich St.Otmar schwer mit Berns gut organisierter Defensive und den daraus folgenden Gegenstössen.