Handball
St.Otmar deklassiert Endingen und geht mit einem 39:28-Sieg in die Winterpause

Die St.Galler NLA-Handballer siegen im Aargau souverän. Zu keiner Zeit geraten die zwei Punkte St.Otmars in Gefahr.

Ives Bruggmann aus Siggenthal
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St.Otmars Andrija Pendic (rechts) erzielte gegen Endingen zehn Treffer und bleibt damit souverän der beste Torschütze der Liga.

St.Otmars Andrija Pendic (rechts) erzielte gegen Endingen zehn Treffer und bleibt damit souverän der beste Torschütze der Liga.

Ralph Ribi

Einziges Ärgernis war am Ende für die St.Galler Handballer, dass sie es verpassten, das 40. Tor zu erzielen. Das sagt einiges aus über das einseitige Spielgeschehen zwischen dem Tabellenletzten Endingen und St.Otmar. Es war ein Klassenunterschied auszumachen in der Handballarena in Siggenthal. Der TV Endingen wirkte in allen Belangen überfordert, während der TSV St.Otmar sein Programm seriös abspulte.

Endingen während zehn Minuten ohne Treffer

Bereits zur Halbzeit war die Partie zu Gunsten des Favoriten entschieden. 18:11 führten die Gäste aus St.Gallen. Hauptgrund für das deutliche Pausenresultat war die wenig durchsetzungsstarke Offensive des Heimteams. Zwischen dem zehnten und dem elften Treffer Endingens vergingen mehr als zehn Minuten. In dieser Zeitspanne zog St.Otmar von 11:10 auf 16:11 davon. St.Otmars Topskorer Andrija Pendic sagt:

«Gegen so einen Gegner ist es wichtig, schnell davonzuziehen. Das haben wir geschafft.»

Wer zur Pause noch am Sieg St.Otmars zweifelte, wurde spätestens nach dem Blitzstart zu Beginn der zweiten Halbzeit eines Besseren belehrt. Innerhalb von weniger als fünf Minuten erhöhten die Gäste von 18:11 auf 23:12. Die St.Galler schalteten fortan in den Verwaltungsmodus und wechselten munter durch. Den 30. Treffer erzielte das Team von Trainer Zoltan Cordas, der nach drei Spielsperren wieder neben dem Spielfeld Platz nehmen durfte, bereits in der 42. Minute.

Die Schlussviertelstunde gewinnt Endingen mit 10:8

Dass St.Otmar in der Schlussviertelstunde ein wenig nachliess und noch zehn Treffer zuliess, ärgerte vor allem Goalie Jonas Kindler, der nach seiner hervorragenden Leistung gegen Kriens-Luzern eine weitere Bewährungschance erhielt.

Das Fazit nach 17 NLA-Partien fällt aus St.Galler Sicht positiv aus: 11 Siege, 2 Unentschieden und 4 Niederlagen. Das reicht – zumindest temporär – zu Platz zwei in der Tabelle. Doch eines ist mit dieser Bilanz gewiss: St.Otmar ist in der Riege der Topteams der NLA angekommen. Erfreulich dabei: Mit Andrija Pendic stellen die St.Galler den besten Torschützen der NLA. Er erzielte 135 Treffer in 17 Spielen.