HANDBALL: Positiver Einstand in der Nationalliga A

Die Kreuzlingerinnen sind gut in die erste Meisterschaft in der höchsten Spielklasse gestartet. Beim Spiel am Samstag gegen Zug verloren sie zwar, doch am Sonntag gegen Basel gingen sie als Siegerinnen vom Platz.

Markus Rutishauser
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Selina Weidmann vom HSC Kreuzlingen bei einem Sprungwurf im Heimspiel gegen Zug. (Bild: Mario Gaccioli)

Selina Weidmann vom HSC Kreuzlingen bei einem Sprungwurf im Heimspiel gegen Zug. (Bild: Mario Gaccioli)

HANDBALL. Der NLA-Meisterschaftsstart mit der 20:25-Niederlage gegen Zug am Samstag dürfen die HSCK-Damen als positives Resultat werten. Die Zugerinnen, Bronzemedaillen-Gewinnerinnen der vergangenen Saison, waren als haushohe Favoritinnen an den Bodensee gereist. «Die Finalrunde, also die Top 4, und das Final-4-Turnier im Schweizer Cup sind unsere Ziele», sagte LKZ-Trainer Damian Gwerder. Da backen die Kreuzlingerinnen kleinere Brötchen. Sie haben den Ligaerhalt als Saisonziel deklariert.

Zwar geriet der HSCK nach zwei Pfostenschüssen zu Beginn gleich mit 0:3 in Rückstand, doch nach und nach begann das Team von Gabor Fülöp an sich zu glauben. Nachdem Martina Strmsek in der 7. Minute den ersten SPL1-Treffer der Clubgeschichte markiert hatte, war der Bann gebrochen. Fortan spielte der Liganeuling auf Augenhöhe mit dem hohen Favoriten, was auch ein Verdienst der beiden Torfrauen Nadine Stein und Andjela Roganovic war. Nach der Pause schlichen sich bei Kreuzlingen mehr Fehler ein. Und Fehler werden auf diesem Niveau sofort bestraft. Erfreulicherweise liessen sich die Thurgauerinnen angesichts der sich anbahnenden Niederlage trotzdem nicht gehen. Zug war aber der verdiente Sieger, Kreuzlingen wenigstens der positiv überraschende Aufsteiger.

Der erste Saisonsieg ist Tatsache

Bereits am zweiten Spieltag am Sonntag feierten die Kreuzlinger SPL1-Handballerinnen den ersten Sieg auf höchster Stufe. Sie bezwangen Basel verdient mit 28:25. Abgesehen vom 0:1 nach gut 100 Sekunden lagen die Thurgauerinnen immer vorne. Den Grundstein hierfür legten sie mit einer ausgezeichneten Abwehrarbeit. So erzielte Basel zwischen der 12. und 20. Minute lediglich einen Treffer, was der HSCK zu einer komfortablen 11:6-Führung nutzte. Topskorerin Katja Sivka, Martina Strmsek und die junge Pahske Marku waren in dieser Phase die auffälligsten Offensivkräfte. Die Gäste vom Rheinknie durften sich in erster Linie bei ihrer Topskorerin Ria Estermann und Torhüterin Marion Ott bedanken, dass sie nicht deutlicher distanziert wurden. Sie liessen Basel bei Halbzeit (12:15) weiter auf einen Punktgewinn hoffen.

Auch in den zweiten 30 Minuten hatte Kreuzlingen die Nase vorne, auch wenn sie die Gäste schnell auf 15:14 herankommen lassen mussten. Angeführt von der starken Teamleaderin Katja Sivka verteidigten die Einheimischen ihren Vorsprung aber beharrlich. Sogar in Unterzahl konnten sie ihren Vorsprung auf 18:15 (37.) ausbauen. Ganz abschütteln liessen sich die Gäste allerdings nie. Mit drei Treffern in Serie zum 25:20 schaffte das Team von Gabor Fülöp acht Minuten vor dem Ende die nötige Differenz. Zwar blieb die Partie bis zum Abpfiff spannend, doch näher als bis auf zwei Treffer liess der HSCK die Gäste nicht mehr aufschliessen.

Während Basel nach zwei Spieltagen punktelos das Tabellenende ziert, stösst Aufsteiger Kreuzlingen auf den 5. Rang vor.