HANDBALL: Mit dem Rücken zur Wand

Heute trifft St. Otmar im dritten Playoff-Viertelfinal auf Pfadi Winterthur. Es könnte das Abschiedsspiel des tschechischen Topskorers Ondrej Zdrahala sein.

Daniel Good
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Der EM-Torschützenkönig Ondrej Zdrahala während der zweiten Playoff-Begegnung St. Otmars mit Pfadi Winterthur. (Bild: Michel Canonica)

Der EM-Torschützenkönig Ondrej Zdrahala während der zweiten Playoff-Begegnung St. Otmars mit Pfadi Winterthur. (Bild: Michel Canonica)

Daniel Good

Bloss drei Siege in Serie bewahren St. Otmar vor dem vorzeitigen Ende der Saison. In der Viertelfinalserie gegen Pfadi Winterthur, die über maximal fünf Partien führt, liegen die St. Galler mit 0:2 im Rückstand. Deshalb geht es für St. Otmar heute ab 19.30 Uhr in der Winterthurer Eulachhalle um alles oder nichts. Verlieren die Ostschweizer auch die dritte Begegnung mit Pfadi, können sie die Ferienkoffer packen.

Möglicherweise spielt Ondrej Zdrahala in Winterthur zum letzten Mal im Dress St. Otmars. Ein Akteur mit der Klasse des Tschechen dürfte nicht mehr so schnell wieder auflaufen für den Ostschweizer Traditionsverein. Nach zwei Saisons mit St. Otmar wechselt der 34-jährige Topskorer nach Polen zu Wisla Plock, das regelmässig an der Champions League teilnimmt.

Nicht die Darbietungen in der Schweizer NLA, sondern die überragenden Auftritte an der EM im Januar in Kroatien machten Zdrahala auf dem internationalen Transfermarkt interessant. Auch in der vergangenen Woche war der EM-Torschützenkönig mit der Nationalmannschaft unterwegs. Gegen Polen gab es einen Sieg und eine Niederlage. Am Montag trainierte Zdrahala wieder mit dem St. Galler Club.

Playoff-Vorbereitung ohne den EM-Torschützenkönig

Während der Nationalmannschaftspause bereitete sich St. Otmar grösstenteils ohne seinen Star auf das heutige Playoff-Spiel gegen Winterthur vor. Im Training befasste sich die St. Galler Mannschaft unter anderem mit dem aufsässigen Verteidigungssystem der Winterthurer. Ausser Ramon Hörler stehen St. Otmar alle Spieler zur Verfügung. Wohl nicht mehr zum Einsatz kommen dürfte Trainer Vedran Banic.

Das favorisierte Pfadi Winterthur siegte in den beiden ersten Spielen 28:25 und 31:25. Sollte St. Otmar heute gewinnen, fände das vierte Spiel am Freitag in St. Gallen statt.