Handball
Kevin Lind ist beim 29:26-Erfolg in Solothurn Gossaus Torgarant

Fortitudo Gossau siegt in der NLB der Handballer beim TV Solothurn 29:26.

Fritz Bischoff
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Gossaus Regisseur Kevin Lind erzielte in Solothurn zwölf Treffer.

Gossaus Regisseur Kevin Lind erzielte in Solothurn zwölf Treffer.

Bild: Benjamin Manser

Dank des vierten Saisonsieges mit dem 29:26 beim TV Solothurn haben die NLB-Handballer von Fortitudo Gossau ihren dritten Tabellenrang behauptet.

Es war für die Fürstenländer ein erdauerter und erarbeiteter Erfolg, denn in der ersten Halbzeit sah es nicht nach einem Sieg des Teams von Rene Ullmer aus. Seine Mannschaft konnte zu keinem Zeitpunkt die Führung für sich beanspruchen. Immerhin glückte sieben Sekunden vor der Pausensirene der Ausgleich zum 16:16 durch Kevin Lind, der die Leistung seines Teams im Rückblick kritisch beurteilte. «Wir agierten mehrheitlich zu brav. Defensiv waren wir nicht auf der Höhe unserer Möglichkeiten und offensiv hatten wir zu viele leichtsinnige Fehler zu verzeichnen. Doch in der Pause analysierten wir unsere Mängel und zogen die richtigen Konsequenzen.»

Mit viel Tempo zum Sieg

Beweis dafür war, dass Gossau schon im ersten Angriff der zweiten Halbzeit mit dem 17:16 erstmals die Führung übernahm. Wohl musste diese wenig später nochmals an die Solothurner abgegeben werden, doch waren die St. Galler in der Folge das spielbestimmende Team, das nach dem 19:19 nie mehr in Rückstand geriet. «Wir haben als Team Charakter gezeigt. Die gesteigerte Konzentration führte zu weniger Fehlern und einer kompakteren Verteidigungsarbeit», fasste Kevin Lind zusammen. Der 26-jährige Rückraumspieler war der eigentliche Tor- und Erfolgsgarant von Fortitudo – zum einen als Regisseur und zum andern als Torschütze.

Aus seinen 14 Abschlussversuchen realisierte er 12 Tore. Er ist damit zum Topskorer seines Teams geworden. Schon gegen Birsfelden hatte er mit 13 Treffern überzeugt. In den bisherigen sechs Saisonspielen erzielte er 48 Tore, was den beachtlichen Schnitt von acht Treffern pro Partie ergibt. «Ich will diese Torerfolge nicht überbewerten. Sicher habe ich derzeit einen guten Lauf, doch ohne die Mitarbeit meiner Teamkollegen wäre dies alles nicht möglich. Wichtig für mich ist, dass ich das Vertrauen aller zu mir spüre.» Diese gegenseitige Wertschätzung mündete schliesslich in den verdienten Sieg gegen den TV Solothurn, der vor allem gegen das Ende der Partie nicht verbergen konnte, dass er seine in der ersten Halbzeit angeschlagene Kadenz nicht über 60 Spielminuten aufrecht zu erhalten im Stande ist, jedoch zu mehr fähig ist, als nur dem letzten Tabellenrang.

Telegramm:

Solothurn – Fortitudo Gossau 26:29 (16:16)
CIS Solothurn – Sr. Haldemann/Neumann – 70 Zuschauer.
Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Solothurn. 4-mal 2 Minuten gegen Fortitudo Gossau.
Fortitudo Gossau: Busa/Kindler/Niedermann; Linde (2), Inauen, Ammann (6), Schiller (2), Janick Brülisauer, Bucher, Bamert, Knauth (2/2), Rügge, Schneider (4), Zeller, Jan Brülisauer, Lind (12/1), Mosimann.
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys: 3:0.

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