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HANDBALL: Gossaus liebster Gegner

Fortitudo Gossau spielt heute um 17.30 Uhr in der NLA-Abstiegsrunde daheim gegen den RTV Basel. Einmal mehr ist ein Sieg für die Fürstenländer Pflicht.
Ives Bruggmann
Lucius Graf erzielte für Gossau in der vergangenen Partie gegen Basel zehn Treffer. (Bilder: Michel Canonica)

Lucius Graf erzielte für Gossau in der vergangenen Partie gegen Basel zehn Treffer. (Bilder: Michel Canonica)

Ives Bruggmann

14 Punkte haben die Handballer von Fortitudo Gossau in dieser NLA-Saison ergattert – davon alleine die Hälfte gegen den RTV Basel. In den bisherigen vier Spielen gegen den direkten Konkurrenten um den Barrageplatz siegten die Gossauer dreimal, einmal gab es ein Unentschieden. Ohne diese Bilanz gegen Basel wären die Fürstenländer längst abgestiegen. Doch – wie so oft in der Vergangenheit – weiss sich Fortitudo im entscheidenden Moment zu steigern. Vor allem in den Partien, in denen es um alles oder nichts geht.

Der Gossauer Mittelmann Valon Dedaj sieht hinter dieser Nervenstärke nicht etwa ein Geheimrezept, sondern die typischen Tugenden, die Fortitudo schon immer stark gemacht hätten. «Es herrscht ein grosser Zusammenhalt in der Mannschaft. Den gibt es wohl in dieser Form nirgendwo in der Schweiz», sagt Dedaj. Die Zeit des Kosovo-Albaners, der seit 2009 für Gossau spielt, neigt sich derweil dem Ende zu. Unter der Woche wurde bekannt, dass der 27-Jährige in der kommenden Saison für Kreuzlingen in der 1. Liga spielt. Er erhält einen Vertrag verbunden mit einer Arbeitsstelle, an der er sich weiterentwickeln kann.

Abschiedsgeschenk Ligaerhalt?

Zuerst will sich Dedaj jedoch gebührend von seinem langjährigen Verein verabschieden. «Natürlich werde ich die Zuschauer und die Fortitudo-Familie vermissen», sagt er. «Aber irgendwann ist es immer an der Zeit, weiterzuziehen.» Vier oder sechs Spiele dauert sein Abenteuer mit Gossau noch. «Es ist eine spezielle Situation für mich. Mein Ziel ist der perfekte Abschluss mit dem Ligaerhalt», sagt Dedaj, der in den vergangenen zwei Spielen mit 17 Treffern zur Hochform auflief. Mit dem Wechsel habe seine Formstärke jedoch nichts zu tun, sagt Dedaj. «Der Knoten hat sich einfach gelöst. Zudem spüre ich das Vertrauen des Trainers.»

Der Wechsel Dedajs zeigt aber auch auf, dass Gossau derzeit mitten in der Planung der kommenden Saison steckt. Ein schwieriges Unterfangen, wenn die Ligazugehörigkeit noch nicht geklärt ist. «Natürlich planen wir zweigleisig», sagt Präsident Franz Würth. Trotz ungewisser Zukunft müssen die Planungen vorangetrieben werden. Der Grossteil des Kaders steht. «Der Stamm ist fix. Die Ergänzungen werden dann je nach Ligazugehörigkeit getätigt», sagt Würth.

Selbstbewusst ins Spiel gegen Basel

Für die Partie gegen Basel macht Trainer Rolf Erdin keine speziellen Vorgaben. «Wir müssen unser Spiel machen, dann kommt es gut», sagt Erdin, der sich in den vergangenen Partien stets auf verschiedene Spieler verlassen konnte. «Einmal war Lucius Graf stark, derzeit ist Valon Dedaj sehr gut drauf.» Nervösität sei im Training keine auszumachen gewesen. «Wir wissen, was es braucht, um zu gewinnen», sagt ein selbstbewusster Erdin. Und Präsident Würth ergänzt: «Wie sich die Mannschaft in der Abstiegsrunde präsentiert hat, war beeindruckend. Das gibt mir Hoffnung auf ein Happy End.»

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