HANDBALL: Fortitudo Gossau will die Überraschung wiederholen

Fortitudo Gossau trifft heute in der NLA daheim auf das favorisierte Kriens-Luzern.

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Gossaus Trainer Rolf Erdin glaubt auch im Spiel von heute um 20 Uhr in der Buechenwaldhalle an einen Sieg gegen den diesjährigen Playoff-Halbfinalisten Kriens-Luzern. Das zeigt sich auch daran, dass er sich weder bei der Taktik noch bei den angeschlagenen Spielern in die Karten blicken lässt. Sei es aus Aberglaube oder aus Angst, dass die Information bis in die Innerschweiz durchsickert, Erdin verrät keine Details oder Neuigkeiten zur Kaderzusammenstellung.

Eines aber hat dem Trainer der Sieg im Meisterschaftsspiel vom 16. September gegen Kriens-Luzern gezeigt. «Wir wissen, dass sie zu packen sind», sagt Erdin. In jenem Spiel war auch der Taktikfuchs Erdin gefragt. Denn im Cupspiel zuvor hatten die Gossauer Mühe mit den Auslösungen des Luzerner Rückraumspielers Daniel Fellmann, der sich danach jeweils als zweiter Mann an den Kreis stellte. «Auf solche Dinge müssen wir auch heute gefasst sein», sagt Erdin. Er hofft, dass seine Mannschaft erneut geschlossen auftritt. «Wir müssen wieder diese Härte aufs Parkett bringen wie in den Heimspielen gegen Suhr Aarau und Pfadi Winterthur.»

So wie im September, als Lucius Graf in der Offensive viel Verantwortung übernahm und mit elf Toren massgeblich am 25:22-Sieg beteiligt war. Hinter einer zupackenden Defensive überzeugte damals Goalie Aurel Bringolf mit einer Abwehrquote von knapp 40 Prozent und 13 parierten Würfen. In den ersten sieben Spielminuten wehrte er gar sämtliche Versuche der Innerschweizer ab.

Finalrunde nicht im Kopf

Die Formkurven der beiden Mannschaften zeigen in die jeweils entgegengesetzte Richtung. Während Kriens-Luzern die vergangenen drei NLA-Partien gewann, musste Fortitudo Gossau zweimal als Verlierer vom Platz. Um die Finalrunde noch zu erreichen, müssen die Gastgeber heute siegen. «Die Finalrunde ist bei uns kein Thema. Wir nehmen Spiel für Spiel», sagt Erdin. (ibr)