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HANDBALL: Ein Derbysieg in extremis

Den Spitzenkampf der 1.-Liga Finalrunde entscheidet der HSC Kreuzlingen zu seinen Gunsten. Der SC Frauenfeld führt zur Pause 15:12, verliert am Ende aber 24:26.
Kampf auf Biegen und Brechen: Kreuzlingens Manuel Zeller (rot) kommt nicht an Frauenfelds Angreifer Simon Gessler heran. (Bild: Mario Gaccioli)

Kampf auf Biegen und Brechen: Kreuzlingens Manuel Zeller (rot) kommt nicht an Frauenfelds Angreifer Simon Gessler heran. (Bild: Mario Gaccioli)

In einem packenden Kantonalderby vor 300 Zuschauern setzte sich am Ende diejenige Mannschaft durch, die in der Schlussviertelstunde über die grössere mentale Stärke und den besseren Torhüter verfügte. Das zweitplatzierte Frauenfeld war für Leader Kreuzlingen der erwartet hartnäckige Gegner. Im dritten Direktvergleich der Saison schnupperten die Hauptstädter lange Zeit am ersten Erfolgserlebnis.

Kreuzlingens Goalie Hug wächst über sich hinaus

Frauenfelds zweiter verschossene Siebenmeter von Topskorer Yves Petrig beim Stand von 21:20 (47.) und eine starke Leistung von Kreuzlingens Torhüter Holger Hug in der Schlussviertelstunde ebneten den Gastgebern aber den Weg zum hart erkämpften Erfolg im Duell zweier zuvor verlustpunktloser Teams. Allerdings mussten die Kreuzlinger einen hohen Preis für den zehnten Heimsieg in Serie bezahlen: Kreisläufer Manuel Zeller (Knie) kurz vor der Pause und Topskorer Fabian Schneider (Fuss) kurz vor Schluss schieden verletzt aus. Ob die beiden Leistungsträger bis zum nächsten Spiel am 3. Februar in Muri wieder einsatzbereit sind, ist unwahrscheinlich.

Frauenfeld bestens auf Gegner eingestellt

Die Frauenfelder waren von ihrem Trainer Oliver Roth ausgezeichnet auf den Leader eingestellt worden. Vor allem der ehemalige NLA-Flügel Petrig stellte die Kreuzlinger in der ersten Halbzeit vor grosse Probleme. Allerdings war der Auftritt des Heimteams zunächst auch erstaunlich blutleer. Weil sich in den letzten Minuten der Ex-Internationale Mulele Kipili in bester Form präsentierte, ging Frauenfeld mit einer 15:12-Führung in die Kabine. In der zweiten Halbzeit wendete Kreuzlingen das Blatt mit fünf Toren in Serie zum 17:16. Danach entwickelte sich eine packende Partie –bis zur entscheidenden Schlussphase. (mru)

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