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HANDBALL: Die kleinen Thuner

Heute Abend tritt Fortitudo Gossau zum ersten Playoff-Spiel in der Clubgeschichte an. Gegner in der Viertelfinalserie ist Wacker Thun, die bislang beste Mannschaft in dieser NLA-Saison.
Gabriel Würth im Derby gegen St. Otmar. (Bild: Ralph Ribi)

Gabriel Würth im Derby gegen St. Otmar. (Bild: Ralph Ribi)

Fortitudos Captain Gabriel Würth freut sich. Zehn Jahre ist er in der NLA schon dabei. Endlich kommt er zu seinem ersten Einsatz im Playoff. Heute um 19.30 Uhr spielen die Gossauer in Thun. Die Ostschweizer sind krasser Aussenseiter in der Serie, die über maximal fünf Partien führt. Schon ein viertes Spiel wäre ein Erfolg für Fortitudo.

Thun ist in Form, aber Gossau auch. «In diesem Jahr haben wir erst einmal verloren. Gegen Thun haben wir keinen Druck. Diesen hat Wacker, das auch noch die Zusatzbelastungen mit dem Europacup und der Nationalmannschaft zu verkraften hat. Wir hingegen können uns zu hundert Prozent auf das Playoff konzentrieren», sagt Würth.

Der Vergleich der Handballfamilien

Playoff-Erfahrung hat fast keiner im Team Fortitudos. Aber der ­alljährliche Abstiegskampf von 2009 bis 2017 hat die Gossauer gestählt. «All die Vergleiche in den Barrages gegen den Abstieg waren ja fast wie Playoff-Spiele. Da ging es für Fortitudo immer um alles oder nichts», so Würth.

Er erwartet heute viele ­Zuschauer in der Lachenhalle. «Handball hat in Thun eine ­grosse Bedeutung. Wacker ist ein ähnlicher Verein wie Gossau. Es ist eine Handballfamilie, in der viele ehrenamtlich etwas für den Sport tun. Dieser Faktor ist ein Schlüssel zum Erfolg.» Allerdings ist das Budget der Thuner weitaus höher als jenes der Goss­auer. Wacker wirtschaftet mit etwa zwei Millionen Franken, Fortitudo mit rund 350 000.

Thun ist insbesondere in Heimspielen wegen der ruppigen Gangart ein äusserst unange­nehmer Gegner. Aber Gossau ist ebenfalls kampfstark und hat schon gewonnen in Thun. «Wir werden mit allem, was wir haben, dagegenhalten», sagt Würth. «Auch wir haben viele Spieler, die ordentlich zupacken können.»

Die Euphorie in den Gossauer Handballkreisen ob der erstmaligen Playoff-Teilnahme ist gross. Allerdings haben die Goss­auer den Erfolg einer Modusänderung zu verdanken. Zum ersten Mal sind acht Mannschaften für das Playoff qualifiziert. Bis im vergangenen Jahr gab es vier Playoff-Teilnehmer. Fortitudo ist nun als achte und letzte Equipe dabei. Deshalb treffen die Ostschweizer heute auf den Sieger der Finalrunde. Thun beendete das Qualifikationspensum vier Punkte vor Pfadi Winterthur. Winterthur ist ab Freitag Playoff-Gegner St. Otmars.

Geniessen nach dem vorzeitigen Ligaerhalt

In erster Linie ist Captain Würth, der Sohn des Präsidenten, froh, mit Fortitudo vorzeitig den Ligaerhalt bewerkstelligt zu haben. «Jetzt können wir geniessen.» Das zweite Playoff-Spiel der Goss­auer gegen Thun findet heute in einer Woche um 19.30 Uhr in der Buechenwaldhalle statt.

Daniel Good

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