Handball
Der Rekordmeister ist für einmal Aussenseiter

Am Samstag trifft Brühl im Handball-Supercup der Frauen in Winterthur auf Meister Zug.

Fritz Bischoff
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Sladana Dokovic hat im Supercup wohl viel zu tun.

Sladana Dokovic hat im Supercup wohl viel zu tun.

Bild: Alexander Wagner

Für die Handballerinnen des LC Brühl ist der Supercup keine Erfolgsgeschichte. Schon sechsmal haben sich die St.Gallerinnen für den Vergleich des Meisters mit dem Cupsieger qualifiziert. Doch nur in den Jahren 2017 – nach einem 35:31 gegen den LK Zug – und 2019 (29:28 gegen Nottwil) entschieden sie den Vergleich der beiden besten Teams der abgelaufenen Saison für sich.

Aus dieser Perspektive betrachtet sind die Brühlerinnen heute ab 16 in Winterthur gegen den Double-Gewinner LK Zug nicht in der Favoritenrolle. Doch auch für die Zentralschweizerinnen ist der Supercup nicht nur eine Erfolgsgeschichte. Bei drei Teilnahmen glückte lediglich im Jahre 2015 gegen Rotweiss Thun mit 35:21 ein Sieg.

Die St.Galler Topskorerin ist nicht einsatzfähig

Dass der Supercup jeweils zum Beginn einer Saison ausgetragen wird, mag den sportlichen Stellenwert schmälern. Für die beteiligten Teams jedoch ist er wertvoll. «Dies ist eine wichtige erste Standortbestimmung in einem Ernstkampf. Es lässt sich feststellen, wo die leistungsmässigen Möglichkeiten für die kommenden Monate sind», sagt Brühls Torhüterin Sladana Dokovic. Die 26-jährige, die seit 18 Jahren beim LC Brühl spielt und seit zehn Jahren dem Kader des Fanionteams angehört, sieht ihre Equipe in Winterthur nicht in der Favoritenrolle. Weiter sagt Dokovic:

«Trotz dem Abgang der Regisseurin und Topskorerin Charlotte Kähr in die Bundesliga zu Buxtehude ist Zug noch das eingespielte Team, gegen das wir im Playoff-Final im Mai dreimal knapp verloren haben.»

Bezüglich Eingespieltheit können die St.Gallerinnen mit ihren Gegnerinnen sicher nicht mithalten. «Sechs Abgänge waren zu ersetzen, ein erneuter Umbruch im Team hat stattgefunden», sagt Brühls Präsident Alexander Zehntner. Dazu kommen aktuell noch zahlreiche verletzte und damit nicht einsatzfähige Spielerinnen, wie etwa die 18-jährige Topskorerin Malin Altherr, die eine Nasenoperation hinter sich hat.

Zug verstärkt sich mit einer Juniorinnen-Weltmeisterin

Die rumänische Nationalspielerin Andreea Taivan spielt nun für Zug

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Bild: Stefan Kaiser

Brühls Kontrahent hat seine rechte Flügelposition mit der Rumänin Andreea Taivan neu besetzt. Die 24-Jährige stand 2014 in jenem Team, das den U17-WM-Titel holte. Sie war Bestandteil der U20-Auswahl und bekam bisher drei Aufgebote für das A-Nationalteam. Taivan stiess aus der höchsten rumänischen Liga, die eine der stärksten in Europa ist, zum Schweizer Double-Sieger.

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