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HANDBALL: Brüderliche Punkteteilung

Das 26. Ostschweizer Handballderby endet 27:27. Gastgeber St. Otmar steht dem Sieg näher. Aber Gossau gibt nie auf und verdient sich den Punkt. Beide Teams stehen nun auf einem Playoff-Platz.
Daniel Good
Amadeus Hedin (rechts) von St. Otmar versucht sich gegen Gossaus Niels Ham durchzusetzen. (Bild: Urs Bucher)

Amadeus Hedin (rechts) von St. Otmar versucht sich gegen Gossaus Niels Ham durchzusetzen. (Bild: Urs Bucher)

St. Otmar ist immer Favorit, wenn das Derby gegen Fortitudo Gossau ansteht. Aber in dieser Saison halten die tapferen Gossauer mit Erfolg dagegen. Das gestrige 27:27 vor gut 1000 Zuschauern in der St. Galler Kreuzbleiche war die zweite Punkteteilung in dieser NLA-Saison. Daneben gab es je einen Sieg für beide Ostschweizer Mannschaften. St. Otmar gewann 15 der mittlerweile 26 Handballderbys in der NLA. Gossau war immerhin schon achtmal erfolgreich. Dreimal gab es ein Unentschieden.

Die gestrige Partie war an Spannung kaum zu überbieten. In der Schlussminute fielen zwei Tore. Zunächst brachte Jan Gwerder mit seinem fünften Treffer St. Otmar 27:26 voran. Aber Gossaus Captain Gabriel Würth – der einzige Spieler, der alle Derbys mitgemacht hat – konterte mit Erfolg. Zehn Sekunden vor dem Ende des Spiels wehrte Gossaus starker Goalie Aurel Bringolf den verzweifelten Abschlussversuch von Dominik Jurilj ab. «Super. Wir sind 2018 immer noch unbesiegt», sagte Bringolf. Der 52-fache Schweizer Nationalspieler steht in der kommenden Saison für St. Otmar im Tor. Er kam auf 13 erfolgreiche Interventionen. Er stand seinen Mann insbesondere auch in heiklen Momenten wie in der Schlussphase.


Die unterschiedliche Rolle der Schlüsselspieler

Mit einer starken Leistung wartete auch Gossaus Topskorer Lucius Graf auf. Er erzielte gegen St. Otmar zwölf Treffer und übernahm in der NLA-Torschützenliste mit insgesamt 131 erfolgreichen Versuchen wieder die Führung. Gossaus Spiel lebt aber nicht von den Individualisten, sondern vom Teamgeist und der Leidenschaft.

Diesen Qualitäten verdankt Gossau auch den neuerlichen Punktgewinn gegen St. Otmar. «Wir lassen uns nicht entmutigen, wenn wir einmal drei oder vier Tore in Rückstand geraten. Wir kämpfen weiter und gleichen wieder aus», sagte Goalie Brongolf. Das gestrige Derby schien in der zweiten Spielhälfte mehrmals für St. Otmar entschieden zu sein. Der Heimclub führte 18:15 und später 22:19. Aber der Favorit verpasste es, den Aussenseiter endgültig in die Schranken zu weisen. St. Otmars Cheftrainer Vedran Banic war nach der Partie ziemlich verärgert. «Wir waren das bessere Team und hätten den Sieg verdient. Taktisch waren wir bereit, aber unsere Chancenauswertung war schlecht. Zehn hundertprozentige Möglichkeiten haben wir vergeben», so der Kroate. Sein Team war immerhin engagierter aufgetreten als bei der 23:28-Niederlage im ersten Derby in diesem Jahr.

Banic liess seinen besten Spieler, den EM-Torschützenkönig Ondrej Zdrahala, zunächst erneut auf der Bank. «Er ist sicher ein guter Spieler. Aber er spielt nicht so gut, dass er automatisch gesetzt wäre», sagt der Trainer. Zudem, so Banic, werde der Tscheche St. Otmar wohl verlassen. «Deshalb setze ich auch Spieler ein, die mir weiter zur Verfügung stehen.» Zdrahala hat mit St. Otmar einen Vertrag bis 2019, darf aber mit anderen Clubs verhandeln. Als er gestern erstmals auflief, kam St. Otmar umgehend besser ins Spiel. Zdrahala verbuchte gegen Fortitudo Gossau wie Gwerder fünf Tore.

Auf den Plätzen eins und zwei

Weil Aufsteiger Endingen auswärts gegen GC Amicitia Zürich gewann, nehmen Leader St. Otmar und Gossau in der Abstiegsrunde die beiden ersten Ränge ein. Diese berechtigen zur Teilnahme am Playoff der besten acht der Schweizer Mannschaften. Insbesondere die Gossauer wittern nach dem vierten Spiel in diesem Jahr ohne Niederlage Morgenluft und hoffen, erstmals im Playoff mitzuspielen. Dies wäre gleichbedeutend mit dem Ligaerhalt. Die Entscheidung könnte im letzten Spiel vor dem Playoff fallen, wenn St. Otmar und Fortitudo Gossau ein weiteres Mal zusammentreffen.

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