HANDBALL: Aufholjagd nicht belohnt

Kreuzlingens NLA-Frauen verlieren vor heimischem Publikum gegen den Leader Herzogenbuchsee 25:30 (10:12) und scheitern dabei primär an sich selbst.
Die Kreuzlingerin Katja Sivka (Mitte) setzt sich gegen Herzogenbuchsees Fabienne Bircher (links) und Laura Bieri durch. (Bild: Mario Gaccioli)

Die Kreuzlingerin Katja Sivka (Mitte) setzt sich gegen Herzogenbuchsees Fabienne Bircher (links) und Laura Bieri durch. (Bild: Mario Gaccioli)

Die Enttäuschung war den Thurgauerinnen nach Spielende ins Gesicht geschrieben. Sie hatten gegen Herzogenbuchsee soeben die dritte Niederlage in Serie kassiert und verbleiben nach vier von zehn Spieltagen in der Auf-/Abstiegsrunde auf einem Relegationsplatz. Die Lage des HSCK ist ungemütlich, aber noch nicht hoffnungslos. Allerdings bedarf es vom Team in den verbleibenden sechs Partien mehr Entschlossenheit sowie grössere taktische und spielerische Disziplin.

Dass die beiden gleichermassen unnötigen wie unglücklichen Eintore-Niederlagen gegen Leimental (32:33) und GC Amicitia Zürich (24:25) ihre Spuren hinterlassen haben, zeigte die Startphase des Heimspiels gegen Leader Herzogenbuchsee in aller Deutlichkeit auf. Die Kreuzlingerinnen begannen nervös und fehleranfällig. Trainerin Kristina Ertl sah sich schon nach dem 1:6 in der neunten Minute zu einem Timeout und Goaliewechsel von Stein zu Roganovic veranlasst.

Weder geduldig noch kaltblütig

Ruckelfrei lief das Getriebe des HSCK in der Folge immer noch nicht – zumindest aber harmonischer. Beim Stand von 6:9 und zwei Strafen gegen die Bernerinnen innert knapp einer Minute schien der Weg zum Anschluss geebnet. Nur zeigten die Thurgauerinnen in Überzahl weder Geduld noch Kaltblütigkeit. Deshalb gelang kein Treffer und kaum waren die Gäste wieder komplett, erhöht deren Topskorerin Sarah Baumgartner auf 11:6. Dank mehrerer Paraden von Roganovic und einer offensiven Steigerung kämpften sich die Kreuzlingerinnen in den letzten fünf Minuten vor der Pause wieder auf 10:11 heran, kassierten aber in der letzten Sekunde mittels Penalty den zwölften Gegentreffer.

Gut zwölf Minuten nach der Pause setzte der HSCK zu einem Zwischenspurt an und ging in der 47. Minute erstmals in Führung. Doch war es nur ein Strohfeuer. Nach dem 19:19 (46.) und einem Timeout der Gäste beendete ein Ausschluss zu Unzeit das Zwischenhoch der Ostschweizerinnen. Da waren sie wieder, diese unüberlegten Aktionen und unerklärlichen Fehler. Herzogenbuchsee sagte danke und setzte sich innerhalb von sechs Minuten beinahe mühelos auf 24:20 ab. Diesen Vorsprung brachten die Bernerinnen auch über die Zeit.

Über zehn Tage Pause bis zur nächsten Herausforderung

Die Kreuzlingerinnen haben nun etwas Zeit, sich auf die nächsten Aufgaben vorzubereiten. In der kommenden Woche bestreiten sie innert 44 Stunden gleich zwei Partien. Zuerst treffen sie am Donnerstag, 15. März, um 20.45 Uhr auswärts auf Yellow Winterthur. Am Samstag, 17. März, um 16 Uhr empfangen sie dann das bisher punktelose Yverdon/Crissier in der Egelseehalle. (mru)

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