HANDBALL: Abschied mit Anstand

Für Fortitudo Gossau ist die Saison wie erwartet seit gestern beendet. In Thun unterliegen die Ostschweizer im dritten Playoff-Spiel 28:35.

Daniel Good
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Niels Ham ist mit elf Treffern bester Torschütze. (Bild: Patric Spahni)

Niels Ham ist mit elf Treffern bester Torschütze. (Bild: Patric Spahni)

Daniel Good

Die Thuner tanzten nach dem Spiel vor Freude, weil sie auf ­direktem Weg die Playoff-Halb­finals in der NLA erreicht hatten. Aber auch in den Gossauer Reihen waren lauter zufriedene Gesichter auszumachen. Die Ostschweizer setzten dem Favoriten nicht mehr so hart zu wie in den beiden ersten Partien. Aber sie verabschiedeten sich mit ­Anstand von der Playoff-Bühne. Zur Pause lagen die Ostschweizer bloss 13:16 im Rückstand, Thun siegte schliesslich 35:28.

Die Mittel Fortitudos waren gestern zu beschränkt, um Thun nochmals ernsthaft zu fordern. Von den Flügelpositionen kam ­offensiv zu wenig, derweil Thun aus allen Lagen gefährlich war. Überdies missriet den Gossauern die Startphase. Mit 3:0 lag Thun im Vorsprung, ehe nach sechs ­Minuten das erste Tor für Gossau fiel. Dann stabilisierte sich der Auftritt der St. Galler. Aurel Bringolf zeigte einmal mehr, weshalb er einer der besten Goalies im Land ist. Nach der Pause verkürzte Fortitudo auf 18:21, aber dann standen die St. Galler auf verlorenem Posten. Die Gossauer Deckung liess sich zu oft düpieren, sodass oft auch Bringolf chancenlos blieb. Nach knapp 50 Minuten wuchs der Thuner Vorsprung auf 30:23 an.

Einige Herausforderungen bis zur nächsten Saison

Gossau darf mit der Saison aber höchst zufrieden sein. Mit einer starken Abstiegsrunde qualifizierte sich der einstmalige Abstiegskandidat Gossau zum ersten Mal für das Playoff. Die Thuner waren aber wie erwartet ein zu starker Gegner für die Amateure aus der Ostschweiz. Es wurde deshalb nichts aus dem zweiten Heimspiel in der Buechenwaldhalle. Bis zur nächsten Saison warten einige Herausforderungen auf Fortitudo. In erster Linie gilt es, Bringolf zu ersetzen, der zu St. Otmar geht. Und der neue Trainer Markus Klemencic muss das schwierige Erbe von Rolf Erdin antreten.