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«Habe noch Luft nach oben»

Heute Samstag (10 Uhr, SRF zwei) lancieren die Frauen mit dem Riesenslalom in Sölden die Weltcupsaison. Wendy Holdener über ihre Fitness und eine besondere Begegnung.
Interview: Jonas Schneeberger (SDA), Sölden
Ist froh, dass es endlich wieder losgeht: die 25-jährige Schwyzerin Wendy Holdener. (Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone (Sölden, 26. Oktober 2018))

Ist froh, dass es endlich wieder losgeht: die 25-jährige Schwyzerin Wendy Holdener. (Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone (Sölden, 26. Oktober 2018))

Wendy Holdener, sind Sie bereit für die neue Saison?

Ja, es ist Zeit, dass es losgeht. Vor kurzem hatte ich in Saas-Fee zwei schwierige Wochen. Ich habe mein gutes Gefühl im Riesenslalom verloren, weil ich wohl zu lange auf der gleichen Piste trainiert habe. Letzte Woche hatte ich aber auf der Diavolezza wieder gute Schwünge drin und fühlte mich auch wieder wohl. Ein körperliches Problem besteht also nicht.

Vergangene Saison gewannen Sie an den Olympischen Spielen einen kompletten Medaillensatz und standen im Weltcup elfmal auf dem Podest. Selbst bezeichnen Sie den letzten Winter als «Bomben-Saison», sagen aber auch, dass es sogar noch besser geht.

Im Slalom wissen alle, was ich erreichen will (den ersten Sieg nach 17 Podestplätzen und Dominatorin Mikaela Shiffrin herausfordern; die Red.), und in den anderen Disziplinen ist auch noch Luft nach oben. Es gibt überall Sachen zu verbessern, auch im Umgang mit gewissen Situationen. Man hat nie ausgelernt.

Im Sommer investierten Sie viel in die Stärkung der Rumpf- und Hüftmuskulatur und stiegen zu Gunsten von mehr Konditionstrainings später ins Schneetraining ein. Es klingt, als wären Sie stärker als je zuvor.

Es handelt sich um Kleinigkeiten. Im Grossen und Ganzen stellte ich nicht alles auf den Kopf, sondern knüpfte am Vorgehen der letzten Saison an, denn das hat sich bewährt. Ich war schon vorher ziemlich fit und das wollte ich beibehalten.

Orientieren Sie sich dabei an Mikaela Shiffrin?

In Sachen Stabilität war ich weniger weit als sie und andere Athletinnen, darum arbeiteten wir auch weiter an diesem Bereich. Das ist so, ja.

Ausserdem absolvierten Sie mehr Speed-Trainings. Was erhoffen Sie sich davon?

Ich möchte auch in den schnellen Disziplinen wieder aufs Podest fahren, so wie im März im Super-G von Crans-Montana. In Lake Louise werde ich aber nicht starten, das macht einfach keinen Sinn. Slalom und Riesenslalom müssen zuerst richtig gut funktionieren, erst dann sind die Speed-Disziplinen ein Thema.

Haben Sie den Gesamtweltcup im Hinterkopf?

Er kann zum Thema werden. Zum jetzigen Zeitpunkt ist er es aber nicht. Ich nehme Schritt für Schritt und sage natürlich nicht nein, wenn sich die Möglichkeit ergeben sollte.

Kürzlich hatten Sie eine Begegnung mit Vreni Schneider, die Ihnen imponierte. Worum ging es?

Wir trafen uns zu einem Interview, und es war sehr spannend. Es gibt so viele Parallelen zwischen uns, von denen ich nicht wusste. Zum Beispiel hatte ihre Mutter Krebs, wie mein Bruder Kevin (der deshalb seine Ski-Karriere früh beenden musste; die Red.). Ausserdem stellte sich heraus, dass sie früher ziemlich ähnlich tickte wie ich, dass sie als Rennfahrerin die gleichen Gedanken hatte wie ich.

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