Gute Leistung schlecht belohnt

Im drittletzten Spiel der Finalrunde haben die Volleyballerinnen des VBC Aadorf das NLB-Team aus Neuenburg empfangen. Trotz bester Finalrundenleistung müssen sich die Hinterthurgauerinnen mit 2:3 geschlagen geben.

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Der VBC Aadorf (weiss) zeigte gegen Neuenburg in der heimischen Sporthalle Löhracker eine sehr gute Leistung. (Bild: pd)

Der VBC Aadorf (weiss) zeigte gegen Neuenburg in der heimischen Sporthalle Löhracker eine sehr gute Leistung. (Bild: pd)

VOLLEYBALL. Der VBC Aadorf trat als klarer Aussenseiter gegen den derzeitigen Tabellenzweiten aus Neuenburg an. Dank einer taktischen Topleistung in den ersten beiden Sätzen, in denen man souverän mit 25:16 und 25:22 gewann, setzte das Team um Headcoach Frieder Strohm eins zu eins um, was man sich in der Vorbereitung vorgenommen hatte.

Am Limit gespielt

«Mein Team hat in den ersten beiden Sätzen am Limit gespielt, mehr ging nicht. Das Spiel war extrem kräfteraubend, und wir waren uns bewusst, dass es über die gesamte Spielzeit eng werden könnte», gab Strohm nach dem Spiel zu. So kam es dann auch. Im dritten Satz gelang es den Thurgauerinnen nicht mehr, die hohe Pace aufrechtzuerhalten. Neuenburg war am Drücker und kämpfte sich zurück – auch dank der überragend agierenden Aussenangreiferin Sandra Senn, die massgeblich am Satzgewinn der Gäste mit 25:22 beteiligt war.

Chancen sind intakt

Die Chancen für die Thurgauerinnen, das Spiel für sich zu entscheiden, waren dennoch intakt. Auch der Start in den vierten Satz gelang gut. Doch je länger der Satz dauerte, desto stärker spielten die Gäste. Die Thurgauerinnen verloren ihren Gameplan aus dem Auge. In dieser heiklen Phase kam auch die 19jährige Diagonalspielerin Julia Otto zu ihrem ersten NLB-Einsatz. Die Juniorin aus dem eigenen Nachwuchs trainiert seit einiger Zeit mit der ersten Mannschaft und zeigte eine sehr gute Leistung. Doch die Neuenburgerinnen glichen mit einem 25:19-Satzsieg auf 2:2 aus.

Das Tiebreak war ein Spiegelbild des gesamten Spiels. Es war eng, sehr eng sogar. Beide Teams spielten voll auf Sieg und gestalteten auch den Entscheidungssatz äusserst attraktiv. Die Thurgauerinnen, die bis zum Stand von 9:8 in Führung lagen, machten jedoch nun den einen oder anderen Fehler zu viel und standen auf einmal beim Stand von 12:14 vor der Herkulesaufgabe, drei Matchbälle abwehren zu müssen.

16:18 im fünften Satz

Bis zum 16:16 gelang dies sehr gut. Doch wurden die Thurgauerinnen für ihren grossen Kampfgeist nicht belohnt. Sie unterlagen mit 16:18 im fünften Satz und verloren so auch das Spiel knapp mit 2:3. Gästecoach Alexandre Prunonosa: «Das Spiel gegen die Aadorferinnen war uns extrem wichtig, und auch wenn die Aadorferinnen mit mehreren Ausfällen zu kämpfen haben, haben sie sich extrem gut auf uns vorbereitet und uns das Leben schwer gemacht. Ich kann Aadorf für die Leistung nur gratulieren und bin froh, dass wir uns doch noch zurückgekämpft haben.» (tei)