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Grosse Freude beim Kleinen

Trotz des Cup-Outs sind die Verantwortlichen des FC Linth stolz auf den Auftritt gegen St. Gallen. Präsident Erich Fischli über pyrozündende St. Galler Fans und das Abspielen der Champions-League-Hymne.
Daniel Walt
Linth-Goalie Danko Savanovic, mit Sicht auf Maisfeld und Kirchturm. (Bild: Gian Ehrenzeller/KEY)

Linth-Goalie Danko Savanovic, mit Sicht auf Maisfeld und Kirchturm. (Bild: Gian Ehrenzeller/KEY)

Daniel Walt

Nein, Champions-League-würdig war es definitiv nicht, was die 3050 Zuschauer am Sonntagnachmittag in der Lintharena in Näfels vorgesetzt bekamen. Der vor der Partie übermächtig scheinende FC St. Gallen mühte sich im Cup-Sechzehntelfinal über 120 Minuten gegen die Feierabend-Fussballer des FC Linth ab – erst im Penaltyschiessen konnte der Super-League-Ver­treter eine Blamage gerade noch verhindern. Über sich hinaus wuchs dafür der FC Linth. Auf dem ­Rasen verlangte er dem grossen Favoriten alles ab. Und abseits ­davon sorgte er für Gänsehaut bei vielen Matchbesuchern: Beim Einlaufen der Mannschaften ertönte die offizielle Cham­pions-League-Hymne.

Reagiert die Uefa?

«Nein, ich habe niemanden um Erlaubnis gefragt», lacht Erich Fischli, Präsident des FC Linth, als er auf die Champions-League-Hymne angesprochen wird. Als der FC Linth 2009 – ebenfalls in einem Cup-Sechzehntelfinal – gegen den FC Luzern spielte, wünschten die Gäste laut Fischli, dass vor dem Spiel die Nationalhymne ertönte. Dieses Jahr habe man etwas anderes machen wollen, sagt er. Ein Mitglied des Organisationskomitees kam in der Folge auf die Idee, die Cham­pions-League-Hymne abzuspielen, um der Partie einen feierlichen Touch zu verleihen. Er warte jetzt einfach einmal ab, ob er einen Brief vom Europäischen Fussballverband (Uefa) erhalte, sagt Fischli.

Viel Lob für die FC-St.-Gallen-Fans

Trotz des bitteren Ausscheidens in letzter Minute gegen den grossen Favoriten aus der Super League: Die Verantwortlichen beim FC Linth sind stolz auf den Auftritt ihrer Mannschaft im Cup-Fight vom Sonntag. «Wir sind zufrieden, dass wir dem FC St. Gallen über so lange Zeit haben Paroli bieten können», sagt Erich Fischli. Die 3050 Fans, welche der Partie beiwohnten, entsprechen laut dem Präsidenten in etwa den Erwartungen der ­Verantwortlichen. «Wir hatten die Organisation auf diese Anzahl Besucherinnen und Besucher angelegt.» Die Tore zur Linth­arena geschlossen hätten die Verantwortlichen bei 3400 Zuschauern.

Für die Anhänger des FC St. Gallen hat Erich Fischli viel Lob übrig. Er habe es noch nie erlebt, dass in der Lintharena eine so grosse Fangruppe ihr Team von der ersten bis zur letzten Minute unterstützt habe. «Wir sind dankbar für die tolle Stimmung, welche die St. Galler Anhänger hingezaubert haben.» Für die Pyroaktionen der FC-St.-Gallen-Fans zeigt Fischli Verständnis – das gehöre doch einfach dazu, sagt er. Von Schäden durch St. Galler Anhänger sei ihm – ausser einer herausgeschlagenen Werbebande – bisher nichts bekannt, erklärt er weiter. Der Linth-Präsident fügt aber an, dass sich dies durchaus auch anders hätte entwickeln können, wenn die St. Galler tatsächlich noch als Verlierer vom Platz gegangen wären.

Verband soll mitbezahlen

Erich Fischli rechnet damit, dass dem FC Linth nach dem Cupspiel gegen St. Gallen ein kleiner Gewinn in der Kasse verbleiben wird. Er gibt aber unverhohlen zu: Wie schon der FC Baden, Gegner des FC St. Gallen eine Runde zuvor, erwogen auch die Glarner, ihr Heimrecht an den FC St. Gallen abzutreten. Darauf verzichtet habe man schliesslich, um dem einheimischen Publikum das Cup-Erlebnis gegen den Oberklassigen zu ermöglichen. Die oft gehörten Forderungen, wonach der Fussballverband den kleinen Vereinen in Sachen Sicherheitskosten doch unter die Arme greifen sollte, begrüsst Fischli hingegen – «genug Geld hat der Verband ja».

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