Grosse Bühne für den Frauenfussball und den FC St.Gallen-Staad

Drei Teamstützen des Ostschweizer NLA-Klubs blicken auf den Saisonstart im Kybunpark am Donnerstag. Das Eröffnungsspiel der Frauen-NLA wird live auf SRF 2 übertragen.

Ives Bruggmann
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Fabienne Oertle, Valeria Iseli und Victoria Bischof (von links) posieren vor der Espenmoos-Tribüne. Den NLA-Saisonauftakt bestreiten die Frauen des FC St.Gallen-Staad allerdings im Kybunpark.

Fabienne Oertle, Valeria Iseli und Victoria Bischof (von links) posieren vor der Espenmoos-Tribüne. Den NLA-Saisonauftakt bestreiten die Frauen des FC St.Gallen-Staad allerdings im Kybunpark.

Bild: Tobias Garcia

Es ist keine Partie wie jede andere. Am Donnerstag bestreiten die Frauen des FC St.Gallen-Staad das Eröffnungsspiel der neuen NLA-Saison (siehe Kasten). Das Besondere daran: Das Schweizer Fernsehen überträgt das Spiel live auf SRF2. «Das ist ein wichtiger erster Schritt für den Frauenfussball in der Schweiz», sagt Neuzugang und Rückkehrerin Victoria Bischof. Im Unterbewusstsein werde der Umstand, dass die Partie im Fernsehen gezeigt wird, sicherlich eine Rolle spielen. «Wir wollen den Frauenfussball gut repräsentieren», so Bischof. Wichtig sei aber auch, einen solchen Abend geniessen zu können, fügt Teamkollegin Valeria Iseli hinzu. «Wir wollen die Umgebung und das Drumherum im Kybunpark aufsaugen. Das gibt es nicht jeden Tag», sagt die 25-jährige Innenverteidigerin.

Trainer Marco Zwyssig bringt in dieser Hinsicht einen reichen Schatz an Erfahrung mit.

«In den Spielerinnen sieht es vor dieser Affiche sicher ein bisschen anders aus als sonst.»

Am liebsten würde er die Begleitumstände des Eröffnungsspiel ausblenden. Doch: «Wir müssen das aktiv anpacken.» Neben Bischof und Iseli nimmt im NLA-Team auch die Torhüterin eine wichtige Rolle ein.

Fabienne Oertle, Goalie mit feinem Fuss

Fabienne Oertle

Fabienne Oertle

Bild: Tobias Garcia

Die 21-jährige Wittenbacherin überzeugt nicht nur im Tor mit Paraden und Reflexen, sondern besticht vor allem durch ihr Spiel mit dem Fuss. «Sie ist fussballerisch ausgezeichnet. Das hilft uns sehr im Spielaufbau», sagt Trainer Zwyssig. Das kommt nicht von ungefähr, denn eigentlich war Oertle Feldspielerin gewesen, bis sie in der U19 zwischen die Pfosten wechselte.

«Ich bin definitiv auf meiner Position angekommen, auch wenn ich zu Beginn noch zweifelte.»

Hinzu kommt, dass Oertle von hinten heraus viel kommuniziert und somit organisiert. «Das gibt uns viel Sicherheit», sagt Mitspielerin Iseli. Trainier Zwyssig bringt es auf den Punkt: «Wenn sie ihr Gesamtpaket auf den Platz bringt, dann wird sie unsere Nummer eins sein.»

Valeria Iseli, die Verlässlichkeit in Person

Valeria Iseli

Valeria Iseli

Bild: Tobias Garcia

Sie steht für Leidenschaft und Einsatzwillen: Die 25-jährige Innenverteidigerin ist immer mit 100 Prozent dabei – seit über zehn Jahren. Und damit ein Vorbild für die junge Equipe. «Sie gibt immer Vollgas. Das ist beeindruckend», sagt Teamkollegin Bischof. Daneben kommt Iseli mit ihrer ruhigen Art im ganzen Team gut an. «Sie ist keine Lautsprecherin, aber ihr Wort hat Gewicht», sagt Trainer Zwyssig. Dank Passsicherheit und Kopfballstärke hat die 1,65 m grosse Defensivspielerin ihren Platz in der Innenverteidigung auf sicher.

Victoria Bischof, die kraftvolle Rückkehrerin

Victoria Bischof

Victoria Bischof

Bild: Tobias Garcia

Nach einem Jahr an einem US-College und einer Saison bei Ligakonkurrent Luzern ist die 20-jährige Teufnerin zum FC St.Gallen-Staad zurückgekehrt. Die gelernte Mittelfeldspielerin überzeugt durch ihre Übersicht und ihre Physis. «Sie ist eine kraftvolle Spielerin und kann mit ihrer Power andere mitreissen», sagt Zwyssig. Trotz ihres jugendlichen Alters bringt die 15-malige U19-Nationalspielerin Bischof bereits wertvolle Erfahrung auf höchstem Niveau mit. Von Beginn an nahm Bischof eine wichtige Rolle im Team ein. So wohl auch am Donnerstag im Kybunpark.