Grasshoppers verlieren Anschluss an Basel

In der achten Runde der Super League spielen beide Zürcher Clubs 3:3 unentschieden. Während die Grasshoppers in Luzern zweimal einen Rückstand aufholen, verspielt der FC Zürich den Sieg gegen Thun in der Nachspielzeit. Sion feiert gegen den Aufsteiger Lugano einen problemlosen 3:0-Sieg.

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FUSSBALL. Gut 20 Minuten lang wurden die Grasshoppers in Luzern regelrecht überfahren. Dass es nach einem Viertel der Partie nur 2:0 für die Innerschweizer stand, war kaum zu erklären, derart dominant trat der Gastgeber gegen den Tabellenzweiten der Super League in der Anfangsphase auf. Dario Lezcano in der 11. und Marco Schneuwly in der 16. Minute nutzten zwei der zahlreichen Unachtsamkeiten in der Defensive der Zürcher. Hinzu kamen Grosschancen für die Luzerner wie der Kopfball von Lezcano, der freistehend aus wenigen Metern mit seinem Versuch das Ziel verfehlte, oder der Abschluss von Jahmir Hyka an den Pfosten.

Lezcano fliegt vom Platz

Keine zwei Minuten nach dem Aluminiumtreffer von Hyka erwachten die Grasshoppers endlich. Yoric Ravet, mit einem Tor und zwei Vorlagen einer der Aktivposten im Zürcher Spiel, zirkelte den Ball aus 25 Metern zum 1:2 ins Tor. Drei Minuten später glich Alban Pnishi nach einem Eckball aus. Von da an war das Spielgeschehen ausgeglichen. In der 77. Minute erzielte Liga-Topskorer Lezcano mittels Foulpenalty das 3:2. Zehn Minuten später sorgte Munas Dabbur mit seinem sehenswerten Heber für den neuerlichen Ausgleich.

Das Spielgeschehen und die zahlreichen hitzigen Zweikämpfe schlugen den Akteuren jedoch aufs Gemüt. Kurz vor der Pause musste Luzerns Trainer Markus Babbel auf die Tribüne, weil er den vierten Offiziellen beleidigt hatte, und in der 89. Minute sah Lezcano innerhalb von Sekunden zweimal gelb wegen Reklamierens und musste vom Platz.

Yapi trifft beim Comeback

Ebenfalls zu einem 3:3-Unentschieden kam der FC Zürich gegen Thun. Beim Einstand von Trainer Sami Hyypiä vergaben die Zürcher den Sieg in der Nachspielzeit, Simone Rapp glich in der 93. Minute für die Berner Oberländer aus. In der 78. Minute hatte Gilles Yapi den Gastgeber 3:2 in Führung gebracht und wäre damit bei seinem Comeback nach zehnmonatiger Verletzungspause beinahe zum Matchwinner geworden. Zuvor hatten die Zürcher gegen die selten überzeugenden Thuner eine 2:0-Führung innerhalb einer knappen Viertelstunde verspielt.

Keine Probleme hatte Sion gegen Aufsteiger Lugano. Die Walliser kamen zu einem ungefährdeten 3:0-Heimsieg. (si)