Gossaus verpasste Chance

Fortitudo Gossau verliert im Cup-Sechzehntelfinal bei Pfadi Winterthur nach einer 13:12-Pausenführung mit 21:29. Zu viele Fehler verhinderten eine Überraschung.

Thomas Werner/Winterthur
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HANDBALL. Lediglich knapp 200 Zuschauer wollten in der Eulachhalle den Cup-Vergleich zweier NLA-Vertreter sehen. Die Hierarchie wurde nicht umgestossen. Der Tabellendritte bezwang den Drittletzten auch im zweiten Saisonvergleich. Dies, obwohl die Winterthurer auch gegen Gossau mit einem arg dezimierten Bestand antreten mussten. Nachdem Abwehrstütze Matthias Kasapidis wegen seines Kreuzbandrisses in dieser Saison noch gar nicht zum Einsatz kam, fielen mit Nationalspieler Oliver Scheuner und dem deutschen Rückraumspieler Julian Krieg zwei weitere Leistungsträger verletzt aus.

Weil zudem Marco Kurth und Michal Svajlen vorerst wenig motiviert aufspielten, fanden die Gastgeber den Tritt in der ersten Halbzeit überhaupt nie. Die Gossauer, die in der Abwehr diszipliniert und konsequent agierten, konnten so das Skore bis zur Pause jederzeit ausgeglichen gestalten. Mehr noch, dank sieben Treffern von Daniel Stahl resultierte zur Pause gar eine 13:12-Führung.

Zu überhastet und unpräzis

Der Vorsprung hätte allerdings höher ausfallen müssen. Zwischen der 15. und 30. Minute verpasste es die Mannschaft von Predrag Borkovic, von den Fehlern der Winterthurer zu profitieren. «In dieser Phase gelangen uns die einfachen Tore nicht», sagte Stahl, «die Chancen dazu wären da gewesen.» Mit ihren oft zu überhasteten und unpräzisen Abschlussbemühungen machten es die Gäste den Winterthurern zu einfach, um im Spiel zu bleiben. Weil zudem Goalie Martin Pamuk als einer der wenigen Winterthurer auf der Höhe seiner Aufgabe war, hielt sich der Schaden beim Favoriten in Grenzen.

Stahls Ausfall

Dies rächte sich für Gossau direkt nach der Pause, als die Gastgeber ernst machten. Mit vier Toren in Folge setzte sich Pfadi ab und geriet nie mehr in Gefahr, die Partie zu verlieren. Zudem fehlten den Gossauern nun auch noch die Tore ihres besten Schützen. Stahl erhielt in der 32. Minute einen Schlag auf die bereits in Mitleidenschaft gezogene Achillessehne seines linken Fusses und konnte das Geschehen nur noch von der Bank aus verfolgen.