Der Gossauer Handball-Motor stockt

Mit 25:32 auswärts gegen Kriens-Luzern geht für Fortitudos Handball-Elite in der NLA-Abstiegsrunde die dritte Partie in Folge verloren.

Fritz Bischoff
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Der Gossauer Niels Ham (links) trifft gegen Luzerner sechs Mal. (Bild: Benjamin Manser)

Der Gossauer Niels Ham (links) trifft gegen Luzerner sechs Mal. (Bild: Benjamin Manser)

Mit den zwei glücklichen Siegen gegen den RTV Basel und GC Amicitia Zürich ist Fortitudo Gossau in der NLA erfolgreich in die Abstiegsrunde gestartet. Doch dann folgte die deutliche Niederlage gegen Kriens-Luzern und das knappe 22:23 gegen den RTV Basel. Nach dem 25:32 am Freitag gegen Kriens-Luzern finden sich die St. Galler in der Rangliste damit weiterhin nicht mehr im Bereich eines Playoff-Platzes.

In der 40. Minute steht es nur 19:18

Die Partie in Kriens war ein Spiegelbild des Vergleichs vor zwei Wochen in Gossau, als die St. Galler gegen die Luzerner 26:34 verloren hatten. Von der Spielanlage, vom kämpferischen Willen – aber auch vom Spielverlauf her waren sie nicht das deutlich schwächere Team. Auch am Freitagabend hielten sie bis Mitte der zweiten Halbzeit das Geschehen absolut offen, stand es doch in der 40. Minute 19:18.

Der Fehlpass des Topskorers 

Doch dann brachten sich die Gossauer einmal mehr selber um den durchaus möglichen Punktgewinn. Es war ein Fehlpass von Lucius Graf, der dem Gegner ­einen Treffer ins leere Fortitudo-Tor ermöglichte. Die Ausgleichsmöglichkeit war vertan.

Und zehn Minuten später, als Gossau in zweifacher Überzahl angreifen konnte, war es beim 24:22 wieder der St. Galler Topskorer, der einen Fehlpass spielte und damit die endgültige Entscheidung zu Gunsten der Gastgeber einleitete.

Die beiden Fehler waren ­symptomatisch für die gesamte Leistung der Gossauer. Ihre Fehlerquote mit 15 Angriffen ohne Torwurf war einmal mehr zu hoch. So stand am Ende wieder eine zu hohe Niederlage zu ­Buche, denn insbesondere die Defensivleistung des Teams von Oliver Roth fiel überzeugend aus.

Das eigene Unvermögen

Die Luzerner hatten gegen die ­offensive und aggressive Verteidigungsarbeit der Gäste immer wieder beträchtliche Schwierigkeiten und wirkten in ihrem Bemühen alles andere als stilsicher. Doch Gossau verpasste es durch sein eigenes Unvermögen, ­wieder einmal zu einem Erfolgserlebnis zu kommen.