Gossau vor einem heiklen Spiel

Wenn Fortitudo heute daheim gegen Stäfa gewinnt, spielen die Gossauer auch in der kommenden Saison in der NLA. Eine Niederlage würde die Ostschweizer in eine heikle Ausgangslage bringen, die mit dem Abstieg enden könnte.

Daniel Good
Drucken
Teilen
Christoph Piske (rechts) kämpft mit Gossau um den Ligaerhalt. (Bild: Michel Canonica)

Christoph Piske (rechts) kämpft mit Gossau um den Ligaerhalt. (Bild: Michel Canonica)

HANDBALL. Fortitudo Gossau hatte es fast schon geschafft, als Aussenseiter zum siebtenmal in Folge den Ligaerhalt zu bewerkstelligen. Die 25:27-Niederlage vor einer Woche gegen Suhr Aarau setzt die Gossauer aber wieder unter Druck. Fortitudo kann es jedoch aus eigener Kraft schaffen, weiter in der NLA zu spielen. Gewinnen die Ostschweizer heute ab 19.30 Uhr daheim gegen Stäfa, sind sie aus dem Schneider. Gossau liegt vor den beiden letzten Spieltagen in der NLA-Abstiegsrunde zwei Zähler vor dem heutigen Gegner.

Eine Niederlage gegen Stäfa dürfen sich die Gossauer nicht leisten, wollen sie für den Rest der Saison nicht über Gebühr um den Ligaerhalt zittern. «Wir wollen es nicht darauf ankommen lassen und uns schon heute retten», sagt Gossaus deutscher Topskorer Christoph Piske unmissverständlich. «In der Deckung müssen wir mit der notwendigen Härte auftreten. Vorne ist die Chancenauswertung sehr wichtig. Auf alle Fälle dürfen wir Stäfa mit den starken Einzelspielern wie Filip Maros nicht in die Partie kommen lassen.»

Ein gefährlicher Umweg

Gewinnen die Gossauer heute gegen Stäfa nicht, hätten sie zwei weitere Chancen, sich in der NLA zu halten. Die erste Gelegenheit böte das Auswärtsspiel am kommenden Samstag gegen das starke Bern Muri. Der zweite Umweg würde über die Barrage gegen den Tabellenzweiten der NLB führen. Beide Aufgabe sind schwierig. Bern Muri spielte in der vergangenen Saison im Playoff. Gegen Endingen, zwei Runden vor Schluss Zweiter in der NLB, schied Fortitudo trotz elf Toren von Piske in den Cup-Sechzehntelfinals aus.

«Heute könnten auch die Nerven eine entscheidende Rolle spielen. Wir dürfen auf keinen Fall leichtfertig werden, weil wir zwei Punkte Vorsprung haben», sagt Piske, der gestern 28 Jahre alt wurde, zur Ausgangslage. Er spielt seit dieser Saison für Gossau. Mit 148 Treffern in 28 Spielen ist der Linkshänder aus Minden im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen der erfolgreichste Torschütze des Clubs in dieser Saison und der drittbeste Skorer in der NLA.

Erfahrung im Abstiegskampf

In der vergangenen Saison stieg Piske mit Altdorf aus der NLA ab, mit Korschenbroich konnte er sich zuvor nicht in der 2. Bundesliga halten. Ein weiterer Abstieg ist überhaupt nicht im Sinn von Piske. Sein Vertrag mit Gossau ist auch für die nächste Saison gültig.

Aktuelle Nachrichten