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Goretzka im Flugmodus

Der Deutsche Leon Goretzka ist die grosse Figur am Confederations Cup in Russland. Mit Teamkollege Timo Werner liefert er sich morgen im Final einen Zweikampf um die Auszeichnung als bester Torschütze.

Der Anruf bei seinem Vater musste warten. Frisch geduscht beantwortete Leon Goretzka mit einer schwarzen Kulturtasche unter dem Arm immer wieder die Fragen zu seinem überragenden Auftritt im Confederations-Cup-Halbfinal gegen Mexiko. Um die zahlreichen Glückwünsche von Familie und Freunden für seine zwei Tore innerhalb von 109 Sekunden anzunehmen, blieb erst einmal keine Zeit. «Ich habe den Flugmodus noch an», antwortete der 22-jährige Nationalspieler schlagfertig auf die Frage, wie viele Nachrichten er schon erhalten habe. Als Goretzka sein Handy nach Mitternacht endlich anschalten konnte, dürfte es immer wieder gebrummt haben.

«Werner ist eher der Kandidat für ein viertes Tor»

Zuvor hatte der Schalker mit seiner Leistung beim 4:1-Erfolg gegen den Gold-Cup-Sieger begeistert. «Er hat einen sehr grossen Anteil am Erfolg», erklärte Teammanager Oliver Bierhoff. Goretzka stellte wie schon beim 3:2 gegen Australien, als er an allen Toren beteiligt war, die Klasse unter Beweis. Mit seiner Spielintelligenz und seinen Wegen helfe er dem Team, so Bierhoff, «nicht nur, weil er Tore macht, sondern weil er spielerische Qualität hat und sehr viel läuft».

Der Schalker ist der grosse Gewinner im Perspektivteam von Bundestrainer Joachim Löw. Mit Teamkollege Timo Werner führt Goretzka die Torschützenliste mit drei Treffern an. «Tendenziell ist er eher der Kandidat für ein viertes Tor im letzten Spiel», sagte Goretzka, für den der goldene Schuh nicht so wichtig ist. Auch Werner wollte von einem Wettschiessen im Final gegen Chile, der morgen ab 20 Uhr in St. Petersburg ausgetragen wird, nichts wissen. «Das ist uns beiden relativ egal, solange wir als Turniersieger hier wegfahren», sagte er.

Bleiben oder nach München wechseln?

Danach muss Goretzka eine Entscheidung über seine Zukunft treffen. Bleibt er noch ein Jahr ein Schalker – oder wechselt er schon im Juli zum deutschen Meister Bayern München? Nach Ansicht von Bierhoff kann Goretzka nichts falsch machen. «Ob er jetzt oder nächstes Jahr geht, wird am Ende seiner Karriere nicht so viel ändern», sagte Bierhoff. Bundestrainer Löw glaubt, dass sich Goretzka angesichts seiner Flexibilität auch in München durchsetzen wird. «Er kann im Mittelfeld auf verschiedenen Positionen spielen, diese Klasse hat er einfach», sagte Löw. (sid)

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