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GOLF: «Ich nahm mir zu wenig Zeit»

Mit dem Triumph an der Swiss Challenge machte Joel Girrbach 2017 gross auf sich aufmerksam. Dann wurde es still um ihn. Nun ist der Kreuzlinger zurück.
Bernhard Hochstrasser
Joel Girrbach macht laufend Fortschritte. (Bild: Christian Pfander/Freshfocus (Hildisrieden, 2. Juni 2016))

Joel Girrbach macht laufend Fortschritte. (Bild: Christian Pfander/Freshfocus (Hildisrieden, 2. Juni 2016))

Bernhard Hochstrasser

sport@thurgauerzeitung.ch

Das Jahr 2018 hat für Joel Girrbach verheissungsvoll begonnen. Zum Auftakt Anfang Februar im australischen Perth gelang dem 24-jährigen Thurgauer der erste Cut der Karriere auf der European Tour. Anfang Monat in einem Vorbereitungsturnier in Kairo wurde er mit Runden von 68, 65 und 71 Schlägen guter Zweiter. Ab Donnerstag spielt er wieder auf der European Tour an den Kenya Open in Nairobi.

Joel Girrbach, welche Gefühle nahmen Sie aus der Saison 2017 mit in das neue Golfjahr?

Ich bin nicht zufrieden mit der vergangenen Saison. Nach dem Triumph in Hildisrieden waren meine Erwartungen zu hoch. Der mentale Druck, den ich mir aufbaute, war zu gross. Aber ich habe einen Reifeprozess durchgemacht und grosse Erfahrungen gesammelt. Im mentalen, wie im technischen Bereich, bin ich heute weiter.

Wie kam es zum Einbruch in der Mitte der vergangenen Saison?

Ich wollte nach dem Heimsieg in Hildisrieden sofort nochmals gewinnen, aber mein Körper machte nicht mit. Meine Einstellung stimmte nicht mehr hundertprozentig, nachdem der erste grosse Druck weggefallen war, und auch die Saisonplanung entpuppte sich als nicht erfolgreich.

Was stimmte an der Saisonplanung nicht?

Ich nahm mir zu wenig Zeit zwischen den Turnieren. So konnte ich zu wenig an der Technik feilen. Ich muss mich auf den letzten 100 Metern noch verbessern.

Wo nahmen Sie die grössten Änderungen für 2018 vor?

Nebst den letzten 100 Metern gilt es, meinen Schwung zu verbessern. Auch der Saisonplanung habe ich mehr Aufmerksamkeit geschenkt und darin die entsprechenden Zeiten für technische Verbesserungen eingeplant.

Wie sieht Ihr Plan für die Saison 2018 konkret aus?

Nach dem Vorbereitungsturnier in Ägypten trete ich diese Woche am grössten Challenge-Tour-Turnier des Jahres in Kenia an. Anschliessend spiele ich in China, in der Türkei und ab Mai voraussichtlich wöchentlich weitere Turniere. Meine Grobplanung steht. Doch wenn sich Änderungen aufdrängen, werde ich entsprechend handeln.

Das klingt nach einem grossen Aufwand – auch finanziell. Was kostet Sie eine Saison, wie Sie für 2018 geplant haben?

Das Budget beträgt 100000 Franken. Im Gegensatz zu den Tennisspielern müssen die Golfer an einem Turnier alles selber berappen, Hotel, Flugreisen und so weiter. 2017 hatte ich dank der Preisgelder Einnahmen um die 60000 Franken. Für den Rest braucht es Sponsoren.

Welche Ziele haben Sie sich für dieses Jahr gesteckt?

Ich stehe zurzeit auf Platz 600 der Weltrangliste (Girrbachs bislang beste Klassierung war im Sommer 2017 Platz 427, Red.). Vergangene Saison schloss ich die Challenge Tour, die zweithöchste Stufe, auf Platz 45 ab. Mein Ziel ist es, dieses Jahr in die besten 15 der Challenge Tour zu gelangen, was automatisch den Aufstieg in die prestigeträchtige European Tour bedeuten würde.

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