GOLF: Hoffnungsträger aus dem Thurgau

Die derzeit arriviertesten drei Schweizer Profis, darunter Joel Girrbach und Benjamin Rusch, streben an der heute beginnenden Swiss Challenge im luzernischen Hildisrieden Spitzenplätze an.

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Joel Girrbach holte zuletzt Selbstvertrauen. (Bilder: Benjamin Manser/PD)

Joel Girrbach holte zuletzt Selbstvertrauen. (Bilder: Benjamin Manser/PD)

Aus der Challenge Tour, dem zweithöchsten Circuit im europäischen Profigolf, ist bislang kein Schweizer direkt in die grosse Europa-PGA-Tour aufgestiegen. Vor neun Jahren war der Genfer Raphaël de Sousa nahe dran, am Ende jedoch verpasste er die Promotion um wenige hundert Euro Preisgeld.

Auch der Start in die Saison 2017 ist für die besten Schweizer Golfer nicht verheissungsvoll verlaufen. Der Kreuzlinger Joel Girrbach belegt im Ranking der Challenge Tour als bester Schweizer Platz 87 – mit 3100 Euro Preisgeld. Der Cut liegt derzeit bei 16880 Euro, Leader Julian Suri aus den USA sammelte schon 87084 Euro Preisgeld. Am Ende der Saison auf der Challenge Tour schaffen jeweils die besten 15 die Promotion in die Europa-PGA-Tour. Derzeit ist nicht abzusehen, dass sich ein Schweizer in den Aufstiegskampf einmischen könnte. Die Schweizer brauchen an dem mit 170000 Euro dotierten Turnier auf Golf Sempachersee deshalb eine gute Klassierung. Girrbach setzt sich deswegen nicht unter Druck. «Das Heimturnier ist immer eine spezielle Woche im Kalender», sagt der Kreuzlinger. «Ich werde hier von vielen Fans unterstützt, was mich zusätzlich motiviert.» Das Gleiche gilt für Benjamin Rusch. Der Weinfelder gehört an der Swiss Challenge ebenfalls zu den Schweizer Hoffnungsträgern. Die Czech Challenge am vergangenen Wochenende schloss Rusch im 63. Rang ab, was für ihn das bislang beste Resultat in der Saison 2017 bedeutet. Selbstvertrauen sollte also vorhanden sein. Zumal die guten Wetterprognosen den Golfern entgegenkommen.

Girrbach setzt sich die Top 15 als Ziel

Auch Girrbach erspielte sich zuletzt gute Resultate. Nicht unbedingt an der Czech Challenge, die er im 78. Rang abschloss, dafür am Turnier zuvor an der Costa del Sol in Spanien, wo der Thurgauer hervorragender 15. wurde. «Ich schlage im Moment gut ab», sagt Girrbach. «Wenn ich geduldig bleibe, werden die Resultate kommen.» Sein ganz persönliches Ziel am Sempachersee sind die Top 15, die er erreichen will.

Schon in der Vergangenheit haben die Schweizer an der Swiss Challenge positiv überrascht. Der mittlerweile zurückgetretene Julien Clément belegte 2010 den vierten Platz. Diese Bestleistung wurde vier Jahre später vom Rheintaler Mathias Eggenberger mit dem dritten Platz überboten. Eggenberger gehört auch heuer zu den Teilnehmern. (sda/mat)

Zeitplan

Donnerstag und Freitag: 1. und 2. Runde jeweils ab 7.30 Uhr. – Samstag: 3. Runde (für die 60 Finalisten nach dem Cut) ab 8.00 Uhr. – Sonntag: 4. Runde ab 8.00 Uhr; Siegerehrung 16.30 Uhr.