Gold für Karatekas an Weltcup in Nagoya, Japan

KARATE. Mirjana Miloševic, Kim Grob und Massimo Salvati, alle Karatecenter Reto Kern Kreuzlingen, erreichten am Weltcup in Nagoya einmal Gold, einmal Silber und zwei Bronzemedaillen.

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KARATE. Mirjana Miloševic, Kim Grob und Massimo Salvati, alle Karatecenter Reto Kern Kreuzlingen, erreichten am Weltcup in Nagoya einmal Gold, einmal Silber und zwei Bronzemedaillen. Die nach Japan gereiste Delegation bestand aus sieben Athleten und Athletinnen, fünf Coaches, einem Schiedsrichter und einer kleinen Fangruppe.

Blitzschneller Faustschlag

Massimo Salvati (17) gelang es, in einem dramatischen Viertelfinal seinen japanischen Gegner mit einem blitzschnellen Fauststoss kurz vor Schluss zu besiegen, und zog in den Halbfinal ein. Dort verlor er jedoch gegen den späteren Weltcupsieger aus Frankreich und erreichte so die Bronzemedaille.

Kim Grob (15) besiegte dank seines Siegeswillens und seiner hervorragenden Beintechniken seinen Halbfinal-Gegner aus Japan. Im Kampf um den Weltcupsieg, angefeuert durch Vertreter verschiedenster Nationen, versuchte Grob mit allen Mitteln, den äusserst stabilen Japaner in seine Schranken zu weisen. Dieser war jedoch von Anfang an stärker, und Grob erreichte so die gute Silbermedaille. Doch der Höhepunkt für das Schweizer Team erfolgte durch Mirjana Miloševic (21), die den Halbfinalkampf mit einem überragenden 9:0-Sieg über ihre japanische Gegnerin bereits vorzeitig beendete. In einer dramatischen Finalbegegnung besiegte sie eine weitere starke Japanerin und schrieb mit ihrer Goldmedaille Schweizer Geschichte.

Lospech

Jason Witzig, Kreuzlingen (15), Chiara Kurer, Sei Wa Kan, St. Gallen (17), Mukhuntan Premraj, Renshin Kan, Weinfelden (17), hatten Lospech und mussten in der ersten Runde gegen die favorisierten Athletinnen und Athleten des japanischen Teams antreten und verloren trotz grossem Einsatz. Gandheban Premraj, Weinfelden (21), erreichte den Viertelfinal, musste sich aber dem zweimaligen Weltcupsieger Takuya Furuhashi geschlagen geben. Mirjana Miloševic gelang es, in der Kata alle nicht-japanischen Athletinnen im Kata-Wettbewerb deutlich zu schlagen. Erst im Halbfinal traf sie auf eine heimische Sportlerin, gegen die sie zwar verlor, somit aber die Bronze-Medaille erreichte. (rke)