Gold für den TC Hörnli

TENNIS. Die neuen Junioren-Interclub-Schweizer-Meister (U15) kommen aus Kreuzlingen. Lea Magun und Ghada Dirninger vom TC Hörnli setzten sich in Winterthur gegen ihre Konkurrenz durch.

Marie-Theres Brühwiler
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Coach Thomas Walter freut sich mit Ghada Dirninger (Mitte) und Lea Magun über den Junioren Interclub-Schweizer-Meister-Titel. (Bild: Marie-Theres Brühwiler)

Coach Thomas Walter freut sich mit Ghada Dirninger (Mitte) und Lea Magun über den Junioren Interclub-Schweizer-Meister-Titel. (Bild: Marie-Theres Brühwiler)

«Wer es im Junioren-Interclub bis an das Finalwochenende nach Winterthur schafft, ist auf jeden Fall schon ein Gewinner», sagt Karin Rosser, Ressortverantwortliche Junioren-Interclub von Swiss Tennis. Die TC-Hörnli-Spielerinnen Lea Magun und Ghada Dirninger gaben sich damit aber nicht zufrieden. Bereits im Vorfeld hatten die 13jährige Lea Magun aus Frauenfeld und ihre um ein Jahr jüngere Trainingspartnerin aus der Nationalen Elitesportschule Thurgau keinen Hehl aus ihren Ambitionen gemacht.

Nachdem die beiden R3-Spielerinnen in den Halbfinals mit ihren Gegnerinnen vom TC Baar kurzen Prozess gemacht hatten und die Begegnung bereits nach den beiden Einzeln entschieden war, wurde Magun und Dirninger am Sonntag nichts geschenkt.

Der TC Drizia Genf erwies sich wie erwartet als harter Gegner. Derweil die stark auftretende Magun ihre Gegnerin Yasmine Kostenbaum (R3) mit 6:1, 6:2 erstaunlich deutlich in Schach halten konnte, unterlag Dirninger gegen Maria-Michaela Fiacan (R4) knapp in drei Sätzen.

Kein Spaziergang

Im entscheidenden Doppel setzten die Genferinnen anstelle der 11jährigen Fiacan auf die 14jährige Pénélope Croset (R5). Obschon die Hörnli-Spielerinnen gleich im ersten Game ein Break realisierten, wurde es nichts mit einem Spaziergang. Gegen Ende des ersten Satzes kamen Magun und Dirninger jedoch immer besser ins Spiel und konnten sämtliche wichtigen Punkte für sich entscheiden. Mit einer sicheren 6:3, 5:1-Führung im Rücken begannen die Nerven bei den beiden Thurgauerinnen jedoch gewaltig zu flattern.

Die Genferinnen wehrten zwei Matchbälle ab, realisierten zwei Breaks in Folge und kamen noch einmal auf 4:5 heran. «Ich konnte gar nichts mehr denken, so nervös war ich», so Lea Magun nachdem der dritte Matchball nach fast zwei Stunden endlich verwertet und der ersehnte Titelgewinn im Trockenen war. «Es fühlt sich einfach unbeschreiblich an», sagt Mannschaftskollegin Dirninger nach dem 6:3, 6:4-Sieg im Doppel. «Diesen Titel haben sich die beiden redlich verdient.» Er sei ganz einfach stolz, freute sich Coach Thomas Walter.

Durststrecke beendet

In den letzten Jahren hatten es regelmässig Thurgauer Mannschaften bis an die Finalissima nach Winterthur geschafft. Einen Titelgewinn gab es jedoch im Regionalverband Thurgau Tennis seit 2006 nicht mehr zu feiern. Insgesamt hatten sich beim diesjährigen Junioren-Interclub 2164 Mannschaften aus 514 Clubs beteiligt.

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