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GOALIEWECHSEL: Fünf Momente, ein Club

Daniel Lopar hat seinen Stammplatz im Tor des FC St. Gallen an Dejan Stojanovic verloren. Ein Rückblick auf die bisherige Karriere des 32-jährigen Romanshorners bei den Ostschweizern.
Daniel Walt, Tim Naef
Im Dezember 2016 bedanken sich die Anhänger mit einer Choreografie bei Daniel Lopar für seine zehnjährige Clubtreue. (Bild: Daniel Walt)

Im Dezember 2016 bedanken sich die Anhänger mit einer Choreografie bei Daniel Lopar für seine zehnjährige Clubtreue. (Bild: Daniel Walt)

Daniel Walt, Tim Naef

Lopar löst Razzetti ab. Es ist eine mutige Entscheidung, die Trainer Krassimir Balakov Anfang 2008 fällt. Für die zweite Saisonhälfte setzt er nicht mehr auf Publikumsliebling Stefano Razzetti, sondern auf den 22-jährigen Daniel Lopar. Der Romanshorner Lopar hat 2004 mit dem FC Wil den Cupfinal gegen die Grasshoppers gewonnen. Die St. Galler steigen im Mai in der Barrage gegen Bellinzona im letzten Spiel im Espenmoos zwar ab – das liegt aber nicht an Lopar. Deshalb setzt auch der neue Trainer Uli Forte vorerst auf ihn. Razzetti wird später beim FC St. Gallen pikanterweise Lopars Goalietrainer.

Pfiffe an der Aufstiegsfeier. Es müssen bittere Momente für Lopar gewesen sein: Nach der zweiten Relegation innerhalb von drei Jahren stieg St. Gallen im Mai 2012 nach einem Jahr direkt wieder in die Super League auf. Und an der Aufstiegsfeier unmittelbar nach der 1:2-Heimniederlage gegen Aarau wurden der Goalie und noch viel stärker Trainer Jeff Saibene mit Pfiffen eingedeckt. Lopar hatte sich im teaminternen Zweikampf gegen Germano Vailati durchgesetzt, der daraufhin beschloss, die St. Galler in Richtung Basel zu verlassen. Viele Fans verstanden den Entscheid von Saibene nicht, auf Lopar zu setzen, und machten ihrem Unmut an der Aufstiegsfeier Luft. Lopar nahm im Gegensatz zu Saibene nicht zu den Pfiffen Stellung – und eroberte sich die Anerkennung der Anhänger in der Folge mit vielen Glanzparaden und beständigen Leistungen zurück.

Der gehaltene Penalty gegen Valencia. Gut ein Jahr später sah vieles ganz anders aus: Eine magische Stimmung herrschte Anfang November 2013 in der Arena, als St. Gallen in der Europa League das grosse Valencia empfing. 1:1 stand es zwischen den Ostschweizern und dem Favoriten aus Spanien, als der Schiedsrichter nach knapp einer Stunde nach einem Foul von Philippe Montandon auf Penalty für Valencia und auf rote Karte für den St. Galler Verteidiger entschied. Lopar konnte unter dem Jubel der Mehrheit der fast 17 000 Zuschauer den Elfmeter entschärfen. Nur wenige Minuten später zog Stürmer Goran Karanovic von der Mittellinie auf und davon und traf zur zwischenzeitlichen Führung für die St. Galler. Die Partie ging schliesslich mit 2:3 verloren – nie war die Stimmung im neuen St. Galler Stadion aber magischer als bei der Topaktion von Lopar und dem kaltblütig erzielten Treffer Karanovics.

Danke, Daniel Lopar! 2006 war der Romanshorner zum FC St. Gallen gekommen. Und auch zehn Jahre später stand Lopar immer noch zwischen den Pfosten. So dankten ihm die Anhänger Ende 2016 vor dem Heimspiel gegen den FC Sion für sein langjähriges Engagement mit einer denkwürdigen Choreografie. Lopar absolvierte für den Club bis anhin 291 Pflichtspiele.

Von Stojanovic überflügelt. Die Entscheidung von Trainer Giorgio Contini, Lopar als Stammgoalie abzusetzen, dürfte auch mit der Leistung in der Vorrunde zusammenhängen. Contini machte aber explizit die Tatsache für den Wechsel verantwortlich, dass Stojanovic die Zukunft gehöre.

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