Gmelins historischer Erfolg

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Rudern Es war beeindruckend, wie Jeannine Gmelin an diesem Wochenende auftrat. Bereits ihre ersten drei Rennen hatte sie dominiert gehabt, im A-Final machte sie genau so weiter. Nach rund 650 Metern drehte sie auf, setzte sich an die Spitze und liess sich von dort nicht mehr verdrängen. Trotz eines fulminanten Schlussspurts der Kanadierin Carling Zeeman reichte es Gmelin relativ deutlich zum Sieg. Ein historischer Erfolg: Es ist der erste Sieg überhaupt einer Schweizerin im Einer auf dem Rotsee.

«Hier beim Heimrennen zu gewinnen ist schon sehr speziell. Es ist einfach toll.» Gmelin hatte es auf dem Rotsee zum ersten Mal überhaupt in den A-Final geschafft. «Es ist umso schöner, dass es diesmal so gut geklappt hat, nachdem ich in den vergangenen Jahren nicht immer Glück hatte.» Und wie stolz macht sie die Tatsache, dass sie die erste Schweizer Frau überhaupt ist, die auf dem Rotsee gewinnt? «Das ist unglaublich. Diesen Erfolg kann ich wohl erst in ein paar Tagen einordnen.»

Gelungenes Comeback

Während des Finals habe sie lange nicht gewusst, auf welchem Rang sie lag. «Ich habe mich bewusst nur auf mich und mein Boot konzentriert», so Gmelin. «Das ist auch etwas, was ich in den vergangenen Jahren gelernt habe. Ich fahre mein Rennen und lasse mich nicht ablenken.»

Nach dem Gewinn des Weltcupauftakts in Belgrad fiel Gmelin verletzt aus und gab jetzt auf dem Rotsee ein eindrückliches Comeback. «Dass alles so gut aufgehen würde, konnte man nach der Verletzung sicher nicht erwarten», meinte Gmelin. Wäre sie unverletzt geblieben, wäre ein Gesamtsieg wie bei Nico Stahlberger ebenfalls möglich gewesen, denn auch so klassierte sie sich in der Gesamtwertung auf dem zweiten Rang. (rg)