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GLÜCKLICH: Lüthi erbt Podestplatz

Dank eines Sturzes von Alex Marquez in der Schlussrunde erbt der Berner Thomas Lüthi in Argentinien den dritten Platz. Sieger wird wie in Katar der Italiener Franco Morbidelli.

Thomas Lüthi und Jesko Raffin standen in Termas de Rio Hondo in der Startaufstellung nebeneinander in der zweiten Reihe. Beiden gelang zudem ein guter Start. So bogen Lüthi als Dritter und Raffin als Fünfter in die erste Kurve ein. Danach allerdings trennten sich die Wege der zwei Teamkollegen rasch, da Raffin noch in der ersten Runde gleich sieben Positionen einbüsste.

Lüthi verlor zwar ebenfalls schnell einmal den Kontakt zum Führungsduo Morbidelli/Marquez und auch zum Portugiesen Miguel Oliveira. Doch der letztjährige WM-Zweite konnte zumindest den vierten Platz ohne Probleme halten. Dass es Lüthi am Ende gar unerwartet zum zweiten Podestplatz im zweiten Saisonrennen reichte, dafür sorgte der Spanier Alex Marquez, der jüngere Bruder von MotoGP-Weltmeister Marc Marquez, mit seinem Sturz in der 23. und letzten Runde. So kam Lüthi, der im Sommer 2002 seinen ersten Grand Prix bestritt, völlig unerwartet zur 49. Podestplatzierung seiner Karriere. Auf dem Circuit im Nordwesten Argentiniens hatte sich der 30-jährige Emmentaler zuvor noch nie besser als auf dem sechsten Platz klassieren können (2015). «Ich hatte Glück, dass es doch noch zum Podest gereicht hat. Doch so ist halt der Rennsport. Ich nehme die Punkte gerne mit nach Hause», sagte Lüthi, der während des ganzen Rennens mit (zu) viel Spin am Hinterrad zu kämpfen hatte. Deshalb habe er keine Chance gehabt, den Spitzenfahrern zu folgen. «Zunächst befürchtete ich gar, dass von hinten noch weitere Fahrer kämen.»

Im WM-Klassement führt Morbidelli, der schon zum Saisonauftakt in Katar gewonnen hatte, mit dem Maximum von 50 Punkten bereits deutlich vor dem Kalex-Markenkollegen Lüthi (36 Punkte). Der Berner hatte vor zwei Wochen beim Flutlichtrennen in Losail den zweiten Platz belegt. Dritter in der Gesamtwertung ist Oliveira (33), der für Neueinsteiger KTM bereits im zweiten Saisonrennen den ersten Podestplatz holte. Jesko Raffin hielt sich nach den zahlreichen Positionsverlusten in der ersten Runde immerhin in der ein Dutzend Fahrer umfassenden Verfolgergruppe, welche am Schluss um den fünften Platz kämpfte. Der 20-jährige Zürcher, der sich in 40 Grands Prix erst einmal in den Top 10 klassieren konnte, musste sich letztlich mit nur zwei Sekunden Rückstand auf den fünftklassierten Spanier Xavi Vierge mit dem 13. Platz begnügen. Für Dominique Aegerter setzte es als 14. eine weitere Enttäuschung ab. Wie in Katar (11.) verpasste der 26-jährige Berner die angestrebte Top-10-Platzierung. (sda)

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