GIRO D’ITALIA: In den Dolomiten unantastbar

Tom Dumoulin behauptet sich auch im Gebirge als Leader. Der Niederländer lässt sich in der anforderungsreichen 18. Etappe mit Ziel in St. Ulrich im Grödnertal nicht abschütteln.

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Tom Dumoulin kontrollierte am Auffahrtstag das Geschehen jederzeit. Seinem ersten Gesamtsieg an einer grossen Rundfahrt rückte er nach der Etappe in den Dolomiten um einen weiteren Schritt näher. Er erreichte das Ziel zeitgleich mit dem Kolumbianer Nairo Quintana und dem Italiener Vincenzo Nibali, den im Gesamtklassement gefährlichsten Gegnern. Dadurch gab es auf den ersten drei Positionen keine Verschiebungen. Dumoulin liegt drei Tage vor Schluss als Leader weiterhin 31 Sekunden vor Quintana und 72 Sekunden vor Nibali.

Seine Ambitionen unterstrich Dumoulin schon vor dem Start: «Ich will hier nicht Giro-Geschichte schreiben, weil ich in den Busch gemacht habe, sondern als Mann im Rosa-Trikot.» Seinen Toiletten-Stopp vom Dienstag schrieb er dem Rennstress, der Höhenlage und dem Verzehr von zu vielen Energie-riegeln zu. Inzwischen läuft aber alles wieder so wie es muss.

Premiere für Van Garderen

Etappensieger wurde der Amerikaner Tejay van Garderen, der in einer frühen Fluchtgruppe vertreten war und sich in einem Zweiersprint gegen den Spanier Mikel Landa durchsetzte. Seiner Mannschaft BMC bescherte der 28-Jährige den zweiten Erfolg an diesem 100. Giro. Den ersten hatte der Aargauer Silvan Dillier im sechsten Teilstück eingefahren. Van Garderen gewann erstmals im Rahmen einer grossen Rundfahrt eine Etappe, nachdem er sich bis zu dieser Saison immer – und stets erfolglos – auf die Gesamtwertung ausgerichtet hatte. Im bisherigen Giro-Verlauf war der Amerikaner äusserst diskret gefahren.

Die heutige Etappe, die über 191 Kilometer von Innichen nach Piancavallo führt, wird mit der letzten Bergankunft im 100. Giro zu Ende gehen. Der Schlussanstieg zum Ziel ist 15,4 Kilometer lang und vor allem auf den ersten sechs Kilometern sehr steil. (sda)

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