Gipfeltreffen im Stacherholz

Im Kampf um die Leaderposition in der 1.-Liga-Gruppe 1 kann heute eine Vorentscheidung fallen: Spitzenkampf Arbon (2.) gegen Muri (1.).

Markus Rutishauser
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handball. Die meistgenannten Favoriten auf die beiden Plätze in der Aufstiegsrunde zur NLB haben in der ersten Saisonhälfte ihre Ambitionen unterstrichen und liegen (erwartungsgemäss) auf den Positionen 1 und 2. Heute treffen sie um 17 Uhr in der Stacherholz-Halle zum zweitenmal aufeinander. Die erste Begegnung hatte der TV Muri in eigener Halle mit 31:28 gewonnen und dem HC Arbon damit die erste von bislang zwei Saisonniederlagen zugefügt.

Vorteil Muri

Die Aargauer führen die Tabelle mit 24:2 Punkten souverän an und liegen vor dem heutigen Spitzenkampf vier Zähler vor dem HCA. Mit dem 13. Saisonsieg könnte der TV Muri bereits einen grossen Schritt in Richtung Aufstiegsrunde machen. Für die Arboner steht heute vielleicht aber noch mehr auf dem Spiel. Sie spüren die SG Albis Foxes (3.) im Nacken. Die Zürcher könnten bei einer Niederlage der Arboner dank des besseren Torverhältnisses sogar auf den 2. Tabellenplatz vorstossen.

Hochkarätiges Kader

Auch wenn der TV Muri ohne allzu grossen Erfolgsdruck an den Bodensee reisen kann und seine Leaderposition unangefochten bleibt, so plagen ihn doch einige Sorgen. Noch nicht klar ist, ob die Aargauer auf ihren Topskorer Thomas Hügli (88 Tore in 12 Spielen) zählen kann. Der Rückraumspieler war verletzt und derzeit als Militärpilot am Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos im Einsatz. Ob er heute spielen kann, entscheidet sich sehr kurzfristig. Das Team von Trainer Martin Pauli verfügt aber auch über weitere Eckpfeiler. Zu diesen zählen der ehemalige Junioren-Internationale Valentin Pfiffner im linken Rückraum sowie Linksaussen José Castineiras, der mit Suhr 1999 Schweizer Meister war und sogar über Europacup-Erfahrung verfügt, oder der zweifache A-Internationale Claude Bruggmann.

Arbon hat aber die Mittel, erfolgreich Revanche für die Vorrundenniederlage zu nehmen, vor allem dann, wenn es nahtlos an die starke Leistung in Wetzikon anknüpfen kann. Mit Philipp Näf (88 Tore) weiss der HCA zudem den Leader des Torschützenklassements in seinen Reihen.

Romanshorn unter Zugzwang

Nach neun Niederlagen in Serie will Romanshorn endlich wieder auf die Siegerstrasse zurückkehren. Im heutigen Heimspiel gegen Wetzikon (19.30 Uhr) liegt sicher etwas drin, falls es der Aufsteiger schafft, über 60 Minuten sein Potenzial auszuschöpfen.