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Gigathlon: Heimspiel sorgt für Zusatzmotivation

Michael Achermann hat am Gigathlon ein Topresultat im Visier. Dabei kommt dem 30-Jährigen aus Sarnen auch entgegen, dass die Disziplin Inline wieder ins Programm gerückt wurde.
Jörg Greb
Hat den Einzelsieg im Visier: der 30-jährige Sarner Michael Achermann, hier 2016 beim Aufstieg auf den Furkapass. (Bild: Urs Flüeler/Keystone, Furkapassstrasse, 11. Juni 2016)

Hat den Einzelsieg im Visier: der 30-jährige Sarner Michael Achermann, hier 2016 beim Aufstieg auf den Furkapass. (Bild: Urs Flüeler/Keystone, Furkapassstrasse, 11. Juni 2016)

Gigathlon und Achermann – das ist eine einmalige Geschichte. 2013 begann sie mit dem Sechstagegigathlon von Chur nach Lausanne. Ein Gigathlet war der inzwischen 30-Jährige damals nicht. «Ich konnte nicht richtig schwimmen», blickt der Obwaldner zurück. Als Sieger lief er dennoch ein: in der Kategorie Couple. Zusammen mit der ehemaligen Mittelstreckenläuferin Käthy Orthaber stellte er ein höchst kompetitives Duo – er als Inliner, Biker und Rennvelofahrer, sie als Schwimmerin und Läuferin.

Entfacht war auch der Reiz, sich zu komplettieren. Achermann begann ins Schwimmen zu investieren. Zwei Jahre später stand er als Single an der Start- linie – einer also, der alleine alle fünf Disziplinen aneinanderhängt. Und er belegte auf Anhieb Rang 2. 2016 reichte es zu Platz 3. Wieder einen Podestrang steuert Achermann nun offiziell beim Dreitage-Gigathlon mit Zentralort Sarnen an. Klar ist aber: Im Hinterkopf hat er den Sieg.

Michael Achermann bringt den Hintergrund, die Erfahrung und die nötige Vorbereitung dazu mit. Zumal dem Sarner die Ausrichtung der diesjährigen Austragung entgegenkommt. «Nachdem die Disziplin Inline in den beiden letzten Austragungen durch den Trail-Run ersetzt wurde, war mir der ­Gigathlon zu lauflastig.» Nun ist Inline wieder ins Programm gerückt. Inlinen betrieb er halbprofessionell, er zählte zu den besten des Landes, was der Schweizer-Meister-Titel 2013 über die Halbmarathondistanz untermauert. Doch die einstige Boomsportart verlor an Bedeutung und für Achermann an Reiz. Sein Team Swiss-Skate löste sich auf. Der Gigathlon kam damals wie gerufen.

Die geschmälerten Perspektiven wegen der Neuausrichtung veranlassten den Obwaldner aber, die letzten beiden Austragungen auszulassen. Stattdessen wandte er sich dem Xtreme-Triathlon zu. Im letzten Jahr bestritt er in Norwegen den «Norseman», schloss mit Rang 19 ab. Als «einmalig», bezeichnet er dieses Rennen, er sei ein Erlebnis, eine Herausforderung. Nun sorgt der Gigathlon in seiner Heimat für «einen neuen Motivationskick» – und könnte für ähnliche Glücksgefühle wie in Norwegen sorgen.

Seit dem Winter mit gezielter Vorbereitung

Michael Achermann, Mitinhaber mehrerer Sportgeschäfte in der Region, hat sich gezielt vorbereitet. Im Winter holte er sich mit vielen Trainingsstunden auf den Langlaufski und mit Skitouren eine hervorragende Basis. Es folgte ein zehntägiges Trainingslager auf Mallorca mit Fokus Rennvelo. Ende April brachte er seine Marathon-Premiere in Zürich (Rang 41 in 2:46:40 Stunden) hinter sich. Regelmässig 10 bis 15 Trainingsstunden summierten sich wöchentlich. Öfter wurden es auch mehr, im Trainingslager bis zu 35 Einheiten. Die Flexibilität bei seiner Arbeitseinteilung, er verteilt diese auf sechs Tage in der Woche, kam Achermann dabei entgegen. Zudem macht sich diese Kombination beruflich bezahlt: Seine Leidenschaft für den Sport und seine Kompetenz in den verschiedenen Sparten schätzen die Kunden.

Die Vorfreude ist riesig. «Ich erhalte die Chance auf ein Heimspiel», sagt er zu den 391 km mit den 7150 Höhenmetern. Alle Teilstrecken kennt er aus dem Trainingsalltag. Auf der Flugpiste von Buochs legte er unzählige Inlinekilometer zurück, die Laufstrecke von Buochs nach Engelberg verbindet er mit Entspannung. In Engelberg besitzen die Achermanns eine Ferienwohnung. Den Hin- und Rückweg legt er regelmässig zu Fuss zurück. Daher weiss er auch, dass das Profil des Streckenplans trügt: «Die Strecke über den Jochpass ist härter, als es den Anschein macht.»

Zum Heimspiel werden auch die Bekannten entlang der Strecken beitragen. «Das sorgt für Zusatzmotivation», sagt Achermann. Zumal die Familienmitglieder besonders zahlreich mitfiebern werden. Dabei gilt es nicht nur Michael anzufeuern, sondern auch Vater Peter Achermann. Er startet in der Kategorie Couple.

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