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Giger scheitert, Orlik auf Kurs, Schlegel überrascht: Das war der Nordostschweizer Tag am Eidgenössischen Schwingfest

Samuel Giger verliert zwei Gänge und verabschiedet sich bereits am ersten Tag aus der Entscheidung um den Festsieg in Zug. Armon Orlik gewinnt als einer von vier Schwingern alle Kämpfe und der erst 16-jährige Werner Schlegel ist auf Kranzkurs.
Ives Bruggmann, Zug
Der Moment der Gewissheit: Samuel Giger unterliegt René Suppiger und wird damit nicht Schwingerkönig. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)

Der Moment der Gewissheit: Samuel Giger unterliegt René Suppiger und wird damit nicht Schwingerkönig. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)

Der Rückschlag

Über zwei Jahre lang verlor Samuel Giger keinen Ernstkampf mehr. Ausgerechnet am Eidgenössischen Schwingfest erwischte es ihn nun gleich doppelt. Die Enttäuschung beim 21-jährigen Thurgauer war riesig. Das zeigte alleine seine Körpersprache nach der zweiten Niederlage gegen René Suppiger. Gewiss: Giger ist noch jung und wird noch Gelegenheiten erhalten, einen grossen Triumph zu feiern. Die Frage ist aber auch, wie er mit der ersten richtigen Enttäuschung seiner Karriere umgeht. Denn ausser von Verletzungen wurde der Mann aus Ottoberg bislang von nichts und niemandem zurückgeworfen. Immerhin: die Gänge zwei und vier gewann Giger souverän. Der Kranz muss nun sein Ziel sein, auch wenn dieser wohl nur ein kleiner Trost sein wird.

Der Königsanwärter

Fokussiert und auf Kurs: Armon Orlik. (Bild: KEYSTONE/Urs Flueeler)

Fokussiert und auf Kurs: Armon Orlik. (Bild: KEYSTONE/Urs Flueeler)

Gleich im ersten Gang hatte der Bündner Armon Orlik ein Rendez-vous mit der Vergangenheit. Er meisterte die Aufgabe in der Neuauflage des Schlussgangs von 2016 gegen Schwingerkönig Matthias Glarner aber mit Bravour und besiegte damit die Dämonen, die ihn seit Estavayer verfolgten. Der grosse Druckabfall zeigte sich, als er nach dem Auftaktsieg mit einem Jubelschrei den Emotionen freien Lauf liess. Mit drei weiteren Siegen untermauerte Orlik seine Ambitionen auf den Königstitel. Die ärgsten Widersacher werden nach den Leistungen des ersten Tages wohl Joel Wicki, Christian Stucki und Marcel Bieri sein. Vor allem Wicki und Stucki hinterliessen bei ihren Auftritten einen bestechenden Eindruck. Wicki stand weniger zwei Minuten im Sägemehl.

Die Verfolger

Publikumsliebling: Der Thurgauer Domenic Schneider jubelt.(Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)

Publikumsliebling: Der Thurgauer Domenic Schneider jubelt.
(Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)

Von den Nordostschweizer Eidgenossen hinterliess der Thurgauer Domenic Schneider am ersten Tag den stärksten Eindruck. Er schwang sich in den ersten drei Gängen an die erweiterte Ranglistenspitze. Sein eigener Erfolg wurde ihm aber deshalb zum Verhängnis, weil er im letzten Gang des Tages auf den Innerschweizer Joel Wicki traf. Wicki machte kurzen Prozess und holte sich die Maximalnote.

Ebenfalls überzeugend trat der Appenzeller Michael Bless auf. Im ersten Gang bezwang er den Berner Mitfavoriten Remo Käser und im zweiten Gang hielt er Schwingerkönig Kilian Wenger in Schach - und stellte. Mit zwei Siegen am Nachmittag arbeitete sich Bless auf Rang vier vor und besitzt damit noch alle Chancen auf eine Schlussgangqualifikation.

Dem Toggenburger Daniel Bösch unterlief im ersten Gang ein Missgeschick. Er dachte, der Kampfrichter unterbreche den Kampf am Platzrand. Just in diesem Moment griff sein Gegner Sven Schurtenberger beherzt an und gewann platt. Diesen Rückschlag verarbeitete Bösch danach mit drei Siegen. Damit befindet er sich für den Sonntag in Lauerstellung.

Ebenfalls in Tuchfühlung zur Spitze befinden sich der Zürcher Fabian Kindlimann und der Appenzeller Martin Roth mit je drei Siegen und einem Unentschieden.

Die Überraschung

Einen fast perfekten Tag erlebte der 16-jährige Toggenburger Werner Schlegel. Der jüngste Schwinger des Eidgenössischen in Zug entschied drei seiner Gänge für sich. Er bezwang dabei zwei Teilverbandskranzer und mit Reto Nötzli sogar einen Eidgenossen. Macht er so weiter, ist der Kranz Formsache. Auf jeden Fall hat der Hemberger gezeigt, dass er ein Versprechen für die Zukunft ist.

Die Enttäuschungen

Erfolglos: Arnold Forrer verpasst den Ausstich. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)

Erfolglos: Arnold Forrer verpasst den Ausstich. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)

Schwingerkönig Arnold Forrer verabschiedete sich mit einer Niederlage und drei Gestellten aus dem Fest. Der 40-Jährige verpasste den Ausstich und war sichtlich niedergeschlagen. Gut möglich, dass dies sein letzter Auftritt an einem Schwingfest war. Der Toggenburger liess seine Zukunft offen.

Ebenfalls nicht auf Touren kam der 45-jährige Thurgauer Stefan Burkhalter mit einem Sieg, einer Niederlage und zwei Gestellten. Er ist zwar am Sonntag dabei. Um einen Kranz zu gewinnen, muss er sich aber steigern.

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