Giger lässt staunen – einmal mehr

Die Amriswilerin Yasmin Giger brachte mit U18-EM-Silber in Georgiens Hauptstadt Tiflis einen Höhepunkt in der Schweizer Nachwuchsleichtathletik. Weitere Ostschweizerinnen setzten Akzente.

Jörg Greb
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LEICHTATHLETIK. Das jüngste Kapitel in der Erfolgsgeschichte der 16jährigen Yasmin Giger ist erstaunlich. An der in Georgiens Hauptstadt Tiflis erstmals ausgetragenen U18-EM gewann die Amriswilerin Silber über 400 m Hürden. Dies, nachdem sie vor einem Jahr an den Europäischen Jugendspielen Platz zwei über 400 m belegt hatte und in den vergangenen zwei Jahren Schweizer Hallenmeisterin über 800 m geworden war – bei der Elite notabene.

Das Aushängeschild von Amriswil Athletics gilt als eines der grössten Schweizer Talente. Dieser Einschätzung wurde sie in Georgien gerecht. Zuvor war Giger erst drei Rennen in dieser Disziplin gelaufen. «Yasmin antizipiert die Hürden gut und hat die Härte, in den Schmerz zu laufen», begründet der St. Galler Hürdencoach Markus Schaffner das Talent Gigers.

Für Gold fehlten im Ziel von Tiflis lediglich elf Hundertstelsekunden. «Auch weil sie den Schlussspurt erst vor dem letzten Hindernis lancierte», sagte Schaffner. Trotzdem verbesserte die Amriswilerin den nationalen U18-Rekord um 0,62 Sekunden auf 58,39 Sekunden.

Bertenyi Potenzial angedeutet

Für die Hürdensprinterin Larissa Bertenyi war bereits früher Endstation. Die Athletin des LC Brühl beendete den Halbfinal in 14,04 Sekunden. Verletzungsbedingte Rückschläge warfen sie im Frühjahr weit zurück. Erst als physiotherapeutische Massnahmen angeschlagen hatten, konnte Bertenyi wieder regelmässig trainieren. Die Verfassung des vergangenen Winters erreichte sie in den wenigen Wochen aber nicht mehr. Der Vorstoss in den Halbfinal zeigt jedoch, was ohne Verletzungs- und Trainingspausen möglich wäre.

Rüttimann geschlagen

Ihre Möglichkeiten nicht abrufen konnte die zweite Brühl-Athletin, die Hochspringerin Fiona Rüttimann. Die 17-Jährige blieb mit einer Höhe von 1,67 m in der Qualifikation hängen. Um acht Zentimeter verfehlte sie ihre Besthöhe. Möglich, dass die Belastung durch die Vormatura eine Erklärung ist. Um in den Final vorzustossen, hätte sie ihre Besthöhe um drei Zentimeter auf 1,78 m verbessern müssen.