Gezittert, gekämpft, gewonnen

Vor 1012 Zuschauern in der Weinfelder Güttingersreuti rang der HC Thurgau in einem Kampfspiel die Young Sprinters aus Neuenburg mit 3:2 nach Penaltyschiessen nieder. Am Sonntag gastieren die «Leuen» bei den GCK Lions.

Markus Rutishauser
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Der neue HCT-Verteidiger Michael Hofer (links) stört den Neuenburger Topskorer Pavel Vostrak bei einem seiner vielen Vorstösse.

Der neue HCT-Verteidiger Michael Hofer (links) stört den Neuenburger Topskorer Pavel Vostrak bei einem seiner vielen Vorstösse.

eishockey. Es war keine hochklassige NLB-Partie, welche die beiden Teams gestern in der winterlich kalten «Gütti» zeigten. Im Gegensatz zur Premiere gegen Langenthal vor Wochenfrist durften die Fans am Ende aber immerhin über zwei Punkte jubeln. In der Tabelle hievte sich der HCT damit wieder über den Strich auf die siebte Position.

Von einem Abtasten in den Startminuten konnte keine Rede sein. Beide Teams suchten sofort den direkten Weg zum gegnerischen Tor. Genazzi (2.) prüfte Michael Flückiger und auf der anderen Seite verfehlte Capaul nach einem tollen Solo das Ziel knapp. Nachdem beide Teams je eine Überzahl ungenutzt verstreichen liessen, eröffnete der HCT in der 9. Minute das Skore. Gästekeeper Damiano Ciaccio konnte zwar Lemms Schuss blocken, doch den Abpraller verwertete Plankl in die nahe leere Torecke. Neuenburg reagierte heftig, scheiterte aber zweimal am aufmerksamen Flückiger. In der Folge kassierten die Neuenburger drei Strafen in Serie, darunter eine fünfminütige. Während 95 Sekunden in doppelter Überzahl verpassten es die «Leuen» aber, den zweiten Treffer zu erzielen. Zu nervös und unpräzise agierte das Team von Erwin Kostner. Ciaccio geriet kaum je einmal ernsthaft in Bedrängnis.

Wer die Tore nicht schiesst…

Gleich zu Beginn des Mitteldrittels bekam der HCT bereits die fünfte Überzahlchance, aber auch diese brachte nichts Zählbares ein. Die Neuenburger bedankten sich bei ihrem kurz darauf folgenden dritten Powerplay mit dem 1:1; Hasani lenkte einen Querpass von Isabella über die Linie. Zumindest im Boxplay präsentierten sich die «Leuen» an diesem Abend aber auf der Höhe ihrer Aufgabe. Auch die Gäste kamen während einer fünfminütigen Überzahl zu keiner nennenswerten Möglichkeit. Wieder etwas intensiver wurde die Partie erst ab der 33. Minute. Beide schienen ihrem Offensivspiel wieder mehr Schwung verleihen zu wollen. Tore fielen aber keine, weil sich der HCT kurz vor der zweiten Pause eine mögliche Powerplaychance nach nur vier (!) Sekunden durch ein dummes Foul wieder selbst nahm.

Später Ausgleich

Im Schlussabschnitt mussten die HCT-Fans einige Minuten um ihre Mannschaft zittern. Nach einem Solo von Topskorer Pavel Vostrak, der gleich drei Thurgauer umkurvte und dann Christian Bielmann die Scheibe einschussbereit servierte, gingen die Neuenburger in der 44. Minute sogar in Führung. Den «Leuen» darf zugute gehalten werden, dass sie sich in den letzten zehn Minuten mit grossem Kämpferherzen gegen die drohende Niederlage stemmten. Sie wurden für ihren Effort belohnt: Capaul überwand Ciaccio im zweiten Anlauf zum hochverdienten 2:2 (54.). In der Endphase stand der HCT dem Siegestreffer dann deutlich näher. Nach der torlosen Verlängerung erwischten die Neuenburger im Penaltyschiessen den besseren Start und gingen durch Treffer von Vostrak und Perrin mit 2:0 in Front. Dann aber liess sich Flückiger nicht mehr erwischen, während sein Gegenüber Ciaccio der Reihe nach gegen Hogeboom, Kellenberger und Bodenmann den kürzeren zog.

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