Gewehrrauch unweit des Schlachtfeldes

Das Schwaderlohschiessen oberhalb von Kreuzlingen zählt zu den traditionsreichsten Anlässen dieser Art in der Schweiz. Am Sonntag gelangt es unweit des Schlachtfeldes, wo vor 511 Jahren die Eidgenossen im Rahmen des Schwabenkrieges siegreich waren, bereits zum 65. Mal zur Durchführung.

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schiessen. Gemäss dem Brauch der alten Eidgenossen wird vor dem Einsatz der Waffe am Sonntag (8.30 Uhr) ein ökumenischer Gottesdienst abgehalten, welchen eine Bläsergruppe musikalisch umrahmt. Nach dem Abschluss des Schiessens treffen sich am Sonntag um 15.45 Uhr alle im Beisein der Musikgesellschaft Hugelshofen zur Landsgemeinde. Dabei sind alle Stammsektionen stimmberechtigt.

Nach der Ansprache des Weinfelder Gemeindeammanns und Kantonsrats Max Vögeli gelangen die ordentlichen Geschäfte zur Abwicklung. Danach findet das Absenden des Gewehr- und Pistolen- und Militärwettkampfs statt.

Nur vier Sekunden

Auf freiem Feld wird auf dem historischen Schlachtfeld Bäärenmoos gegen den Schiesswall der Feldschützengesellschaft Neuwilen auf insgesamt 24 Scheiben gefeuert. Die Gruppengrösse umfasst neu acht Schützen. Je fünf Schüsse geben die Schützen stehend, kniend und liegend ab.

Probeschüsse kennt man nicht am Schwaderlohschiessen, und die Scheibe ist jeweils nur vier Sekunden sichtbar. In dieser Zeit gilt es mit dem Langgewehr, Karabiner, Sturmgewehr 57 oder Sturmgewehr 90 anzuschlagen und zu feuern. Es gibt lediglich einen Treffer oder einen Nuller. Alle Schützinnen und Schützen, die das Maximum von 15 Treffern erzielen, nehmen am Ausstich teil.

In den vergangenen Jahren musste oft drei- oder viermal gestochen werden, bis der Schwaderloh-Meister feststand.

Pistolen in Alterswilen

Der Pistolenwettkampf wird auf der Anlage der Handrohrschützen Alterswilen unter der Verantwortung von Pistolen-Chef Armin auf acht Scheiben durchgeführt. Das Programm umfasst hier 15 Schüsse. (le.)