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Geschickt taktieren, Federer vergessen

Der Aufstieg in die dritthöchste Turnier-Liga hat die Organisatoren der Swiss Indoors 2009 mit Stolz erfüllt. Das Label ATP 500 konnte man sich anheften, das Preisgeld auf zwei Millionen Euro anheben, noch mehr Topspieler anlocken.
St. Gallen - Ralf Streule Redaktion Tagblatt (Bild: Ralf Streule)

St. Gallen - Ralf Streule Redaktion Tagblatt (Bild: Ralf Streule)

Der Aufstieg in die dritthöchste Turnier-Liga hat die Organisatoren der Swiss Indoors 2009 mit Stolz erfüllt. Das Label ATP 500 konnte man sich anheften, das Preisgeld auf zwei Millionen Euro anheben, noch mehr Topspieler anlocken. Dieser Aufstieg hatte nicht direkt damit zu tun, dass Roger Federer die St. Jakobs-Halle regelmässig zur Festhütte machte. Und doch: Dass der Weltstar Basler ist, war für den Entscheid der ATP, das Turnier anzuheben, sicher nicht nachteilig. Die Swiss Indoors funktionieren auch ohne ihn, das zeigte sich vergangene Woche. Das Publikum kommt und geniesst. Aber vom Zauber der Federer-Heimspiele sind Partien von Wawrinka, Nishikori und Co. weit entfernt.

Bald schon könnte sich die Situation verschärfen, wenn der Grossanlass einmal nicht mehr mit Federer planen kann. Das 250er-Turnier in Antwerpen zum Beispiel hat Ansprüche, Basel zu verdrängen, und mit dem aufstrebenden Belgier David Goffin den passenden Spieler, die Halle zu füllen. Auch wenn bei anstehenden ATP-Neuverhandlungen Werte wie Tradition und Organisation zentraler sind, wie man in Basel gerne betont.

Was neben der Tradition für Basel spricht, ist das taktische Geschick des Turnierdirektors. Gestern überraschte er die Tenniswelt mit der Idee, für führende 500er-Turniere – zu denen er Basel selbstverständlich zählt – eine neue Kategorie 750 einzuführen. Er wählt den Sprung nach vorne, um sich von Federer zu emanzipieren und gleich auch noch Diskussionen um den 500er-Vertrag im Keim zu ersticken. Am 70-Jährigen, der das Turnier vor 46 Jahren ins Leben rief, würde ein künftiger Abstieg mit Sicherheit nicht liegen.

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