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«Generations» fulminant gestartet

Mit dem Konzert der Zürcher Band rusconi wurde am vergangenen Samstagabend das diesjährige Jazzfestival Generations in Frauenfeld offiziell eröffnet.
Dominik Garbauer
Jazzfestival: Zum Auftakt in der Aula der Kantonsschule Frauenfeld spielte das Trio rusconi mit Stefan Rusconi, piano, Fabian Gisler, bass, Claudio Strüby, drums. (Bild: Stefan Beusch)

Jazzfestival: Zum Auftakt in der Aula der Kantonsschule Frauenfeld spielte das Trio rusconi mit Stefan Rusconi, piano, Fabian Gisler, bass, Claudio Strüby, drums. (Bild: Stefan Beusch)

FRAUENFELD. Für einmal sprach nicht der künstlerische Leiter Roman Schwaller die Eröffnungsworte, sondern Peter Bürli, Redaktionsleiter Jazz bei DRS2. Er hob den Bezug der drei Musiker zur Stadt Frauenfeld hervor, denn Bassist Fabian Gisler war Mitglied der allerersten Förderpreis-Band 1998. Der Pianist und Namensgeber des Trios, Stefan Rusconi, war 2002 gar HauptförderpreisTräger. Dass diese Band nun hier spielt, hat also einen Grund, obwohl ihre Musik eigentlich nicht zum Straight-ahead Jazz passt, der den Rahmen für «Generations» bietet. Das Konzert stand unter dem Motto «sustainability», also Nachhaltigkeit, um dem Frauenfelder Publikum zu zeigen, was aus den jungen aufstrebenden Musikern von damals geworden ist.

Frisch und unverbraucht

Die drei Musiker, die auch schon einen Videoclip im Einkaufszentrum Passage in Frauenfeld gedreht haben, spielen eine rhythmische, groovende Musik, die sich die Melodien des Pop und die Brachialität des Rock zu eigen macht. Stefan Rusconi ist denn auch bekennender Fan der amerikanischen Rockband Sonic Youth, deren Musik rusconi auf ihrem Album «It‘s a sonic life» verarbeitet haben.

Das hat Spuren im Bandsound hinterlassen, der heute experimenteller wirkt. Immer wieder gab es frei improvisierte Teile, wo sich Rusconi mit Drummer Claudio Strüby einen wilden Schlagabtausch liefert oder Bassist Fabian Gisler zu einem groovenden Solo ansetzt. Auch schrecken die drei Musiker nicht davor zurück, den Klang ihrer Instrumente zu verfremden, sei es mit Tüchern, Plastiklöffeln oder diversen Effektgeräten.

Überraschende Wendungen

Da klingt das Klavier dann schon mal wie eine Sammlung indonesischer Glocken und Klangschalen. Die Band, die ihre Musik mittlerweile ohne Plattenfirma selber vermarktet, verzichtet weitgehend auf die traditionelle Thema-Solo-Thema-Struktur des Jazz, sie baut lieber überraschende Wendungen in ihre Stücke ein.

Da gibt‘s dann auch mal eine kleine Listening-Session vom Plattenspieler mit Bassist Gisler auf der Bühne, manchmal ändert auch ganz plötzlich das Tempo von schnell zu langsam. Man kann der Musik von rusconi auch eine gewisse Tanzbarkeit attestieren, auf jeden Fall macht sie gute Laune. Was das Frauenfelder Publikum erlebte, war ein erfrischender Tritt ans Schienbein der Jazzpolizei.

Generations: bis 6.10. Programm: www.generations.ch

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