Gelabert hat Steuerschulden

Der frühere St. Galler Fussballer Marcos Gelabert ist im aktuellen Amtsblatt aufgeführt. Der Argentinier hat Ausstände von gut 40 000 Franken.

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FUSSBALL. Vor sieben Jahren hat Marcos Gelabert den FC St. Gallen verlassen. Nun ist der Argentinier wieder aufgetaucht – im Amtsblatt des Kantons St. Gallen. Der 34jährige Südamerikaner habe zur Deckung der Kantons- und Gemeindesteuern für das Steuerjahr 2008 40 629.15 Franken sicherzustellen, heisst es unter «Schuldbetreibungen» und «Sicherstellungsverfügung».

Ein komplexer Fall?

Wie aber kann es sein, dass ein ausländischer Staatsangehöriger, dem in der Schweiz die Quellensteuer durch den Arbeitgeber vom Lohn abgezogen wird, Steuerschulden hinterlässt? Vom Steueramt des Kantons St. Gallen ist nichts zu erfahren. Es verweist auf das Steuergeheimnis. Der FC St. Gallen hat sich in jenem denkwürdigen Jahr 2008 – im Sommer stieg der Club ab und zog aus dem altehrwürdigen Espenmoos in die AFG Arena um – nichts zuschulden kommen lassen. «Bei uns ist nichts offen. Das Steueramt ist jedenfalls nicht auf uns zugekommen», sagt der Mediensprecher Daniel Last.

Nicht in den Fall involvierte Experten gehen davon aus, dass es sich um eine komplexe Angelegenheit handeln könnte, und Gelabert möglicherweise nicht einmal weiss, dass er dem Staat noch Geld schuldet.

Rückkehr nach Argentinien

Gelabert spielte während zweier Jahre für St. Gallen. Nach dem Abstieg 2008 wechselte der Mittelfeldspieler zu Basel, zwei Jahre später zu Xamax. Nach dem Konkurs der Neuenburger kehrte Gelabert zurück in seine Heimat. Aktuell spielt er für Atlético San Martin in der höchsten argentinischen Liga. (pl)