Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Geheimtraining im Wiler Bergholz

Nun ist es fix: Erdal Keser wird beim FC Wil Sportchef und Fuat Capa Trainer. Das erste Training findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Zentrale Fragen zur Zukunft des Ostschweizer Challenge-League-Clubs bleiben unbeantwortet.
Simon Dudle
Verschlossene Türen der Wiler IGP Arena: Die erste Übungseinheit unter Trainer Fuat Capa war geheim. (Bild: Gianluca Lombardi)

Verschlossene Türen der Wiler IGP Arena: Die erste Übungseinheit unter Trainer Fuat Capa war geheim. (Bild: Gianluca Lombardi)

FUSSBALL. Was diese Zeitung in der gestrigen Ausgabe vermeldet hat, ist nun offiziell: 16 Tage vor dem Start in die neue Challenge-League-Saison kommunizierte der FC Wil erstmals seit Saisonende personelle Entscheidungen hinsichtlich der neuen Spielzeit. Wenig überraschend kam die Meldung, dass der deutsch-türkische Doppelbürger Erdal Keser zum Sportchef ernannt worden ist. Nachdem der 53-Jährige Ende vergangener Saison nach der Freistellung von Trainer Francesco Gabriele als Interimstrainer mit den Wilern den Ligaerhalt sichergestellt hatte, zeichnete sich bald ab, dass Keser dem Verein erhalten bleiben könnte. Er war einst Co-Trainer der türkischen Nationalmannschaft und später Assistent des belgischen Trainers Eric Gerets bei Galatasary Istanbul. Seit 2013 war der neue Wiler Sportchef beim Spitzenclub vom Bosporus in diversen leitenden Funktionen tätig.

Capas Reise durch Europa

Schon eher überraschend ist die Ernennung von Fuat Capa zum Cheftrainer. Capa ist in der Schweiz bisher nur Experten ein Begriff und hat hierzulande noch keine Spuren hinterlassen. Der 46-Jährige ist in der Türkei aufgewachsen und in den 1990er-Jahren nach Belgien ausgewandert. Seit dem Jahr 2000 ist er im Trainerbusiness aktiv und war während der ersten sieben Jahre für vier belgische Clubs tätig, ehe er 2007 in die Türkei übersiedelte. Nach einer kurzen Amtszeit bei Ankara führte Capas Reise nach Belgien und Holland. Es folgte die Rückkehr in die Türkei, wo Capa zuletzt im Jahr 2014 Erstligist Antalya trainierte, mit der Mannschaft den Abstieg aber nicht verhindern konnte. Laut einer Medienmitteilung des FC Wil steht er für einen «modernen, offensiven Fussball».

Erstes Geheimtraining seit 2004

Wer sich beim gestrigen Training ein Bild vom neuen Trainer machen wollte, wurde enttäuscht. Der Übungseinheit durften nur auserwählte Personen beiwohnen, nicht aber Medien. Es handelte sich also um ein Geheimtraining. Eine Massnahme, die es seit dem Abstieg aus der Super League vor elf Jahren nie gegeben hat. «Alle Informationen stehen in der Medienmitteilung. Weitere Neuigkeiten gibt es an einer Pressekonferenz, die womöglich am Samstag stattfindet», sagte FC-Wil-Präsident Roger Bigger. Aus gut unterrichteten Quellen war zu vernehmen, die meistgesprochenen Sprachen im Training seien Türkisch, Englisch sowie Hochdeutsch gewesen und es seien mehrere Assistenztrainer mit dabei gewesen. Nicht geklärt blieb, wieso sich Capa ausgerechnet für den FC Wil entschieden hat.

Spitze der Liga als Ziel

Auch sonst bleibt vieles offen. Zum Beispiel, ob im ersten Training unter Capa neue Spieler mitmachten. Da Bigger am Mittwoch vermeldet hatte, dass mehrere Akteure bereits in Wil seien, um die medizinischen Tests zu absolvieren, darf davon ausgegangen werden, dass auch neue Geischter mit dabei waren. Oder ob die Absenz von Captain Marko Muslin beim Testspiel am Mittwochabend gegen Austria Lustenau gleichbedeutend ist mit der Vertragsauflösung. Oder ob ein Investor aus der Türkei eingestiegen ist. Da gestern zwei Personen mit türkischem Pass vorgestellt wurden, nährt das die Annahme, dass dies in den vergangenen Tagen geschehen sein könnte. Womit dann wiederum zu fragen wäre, wer künftig das Sagen hat beim FC Wil.

Aus der Medienmitteilung ging das alles nicht hervor – aber immerhin, dass nach der verkorksten vergangenen Saison mit dem Ligaerhalt in der allerletzten Runde nun die Spitze der Challenge League ins Visier genommen wird.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.